DIGI.BO: Dein Weg zum Job

DIGI.BO: Dein Weg zum Job

Digital, regional und zielgerichtet bietet unser Onlineportal DIGI.BO Orientierungshilfe auf deinem Weg ins Berufsleben.

Weil arbeiten so viel mehr ist, als Geld zu verdienen, möchten wir dich mit unseren Berufsbildern auf DIGI.BO umfangreich über all die Möglichkeiten informieren, die dir nach der Schule offenstehen. Sie bieten informative und unmittelbare Einblicke in eine Vielzahl von Berufen, die dir wahrscheinlich weitgehend unbekannt sind. Denn nur wer weiß, was der Arbeitsmarkt zu bieten hat, hat die Chance, genau den Beruf zu finden, der zu den eigenen Lebensvorstellungen passt. Unsere Stories verraten aus erster Hand, welche Erfahrungen Gleichgesinnte bereits während ihrer Ausbildung gesammelt haben – wie sie an ihren Aufgaben gewachsen sind, was sie bewegt und welche beruflichen Ziele sie anstreben.

Weiterführende Informationen zum Bewerbungsverfahren, Tipps und lebensnahe Ratgeberseiten sowie fachwissenschaftliche und journalistische Beiträge zu Themen der Berufs- und Lebensorientierung runden das Angebot auf DIGI.BO ab.

Die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule zeigt, wie DIGI.BO in den zukunftsorientierten Berufsorientierungsunterricht eingebunden werden kann

Da die alljährliche Berufsorientierungsmesse BOM eventuell auch in diesem Jahr nicht stattfindet, haben sich BO-Lehrer Hauke Stärke und BO-Lehrerin und Landeskoordinatorin SCHULEWIRTSCHAFT SH Margit Gebel etwas einfallen lassen:

Sie nahmen Kontakt zu Unternehmen auf, die sie sonst auf ihrer schuleigenen Berufsorientierungsmesse begrüßen, um den Schülern virtuelle Einblicke in Unternehmen zu ermöglichen und den ersten Kontakt für mögliche Praktika und Ausbildungsplätze herzustellen.

Vorbereitung mit DIGI.BO

… im Berufsorientierungsunterricht: Die Schüler machen sich über eine Rallye und andere vom Lehrer gestellte Aufgaben mit dem Berufsorientierungsportal DIGI.BO vertraut. Sie lernen die Struktur der Seite kennen und sammeln Informationen über Berufsbilder und Unternehmen in der Region.

„Wir bauen die DIGI.BO-Seite möglichst häufig in unseren Berufsorientierungsunterricht ein und versuchen so, die Selbstkompetenz der Schüler bezüglich Berufsbildung im Allgemeinen zu stärken”, erklärt Hauke Stärke.

Um so viele Schüler wie möglich für die digitale Betriebserkundung zu gewinnen, wird das Unternehmen jedoch im Vorfeld nicht genannt. Eine Chance, bei dem ein oder anderen Schüler ganz unerwartet Interesse zu wecken.

Technische Voraussetzungen schaffen

Für die virtuelle Betriebserkundung wird ein Videokonferenzraum im Schulnetzwerk eröffnet, in den sich Schüler, Lehrer, Gasthörer und das jeweilige Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum von ganz unterschiedlichen Standorten einwählen können. In welcher Form der Betrieb sich präsentiert, hängt stark von den vorhandenen Möglichkeiten ab. Ob eine Live-Besichtigung mit dem Tablet oder ein Interview: Hier sind den Unternehmen keine Grenzen gesetzt, sich vorzustellen.

Umsetzung

Für die Umsetzung der virtuellen BO-Veranstaltung arbeiten Klassenlehrer und Berufsorientierungslehrer eng zusammen. Damit die Schüler so viel wie möglich von der digitalen Betriebserkundung mitnehmen, ist eine ausführliche Vor- und Nachbereitung im Unterricht entscheidend. IT-Experte Henning Riske sorgt für die technische Umsetzung an den Endgeräten. Auch die Eltern sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, um anschließend die Informationen mit ihren Kindern zu vertiefen und sie bei der beruflichen Orientierung bestmöglich zu unterstützen.

Nachbearbeitung mit DIGI.BO

Für die Nachbereitung im Unterricht arbeiten die Schüler erneut mit DIGI.BO und können bereits Gehörtes nachlesen oder bei Interesse für einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz direkt die Ansprechpartner der Betriebe heraussuchen. Sie bekommen die Aufgabe, mit Hilfe von DIGI.BO wesentliche Informationen aus dem Firmenprofil und den dazugehörigen Ausbildungsberufen stichpunktartig nachzuvollziehen, indem sie zum Beispiel ein Protokoll erstellen.

Perspektive

Die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule plant, die virtuellen Betriebserkundungen regelmäßig in den Berufsorientierungsunterricht zu integrieren, um den Schülern so viele Anreize wie möglich für ihre berufliche Orientierung zu bieten und als Brücke zwischen den Schülern und den Betrieben zu fungieren.

„Eine hohe Vermittlung von zukünftigen Auszubildenden wäre somit für alle Beteiligten ein großer Gewinn!”, betont Hauke Stärke.”

Friedrich-Junge-Schule meets GMSH

Am 24. März treffen 45 Schüler des neunten Jahrgangs der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule (FJS) auf vier Mitarbeiter der GMSH. Verabredet sind sie im virtuellen Konferenzraum des Schulnetzwerkes. Wir möchten von Kim-Kristin Haß, Ausbildungsleiterin bei der GMSH und Moderatorin der digitalen Berufsorientierungsveranstaltung, erfahren, wie sie den Schülern Einblicke ins Unternehmen geben konnte.

Frau Haß, wie haben Sie die Aufmerksamkeit der Schüler gewonnen?

Als ehemalige Schülerin der Friedrich-Junge-Schule habe ich zum Auftakt meine persönliche Geschichte erzählt und konnte so schnell das Interesse der Schüler wecken. Nach dem Mittleren Schulabschluss machte ich mein Abitur am RBZ. Mit dem klaren Ziel vor Augen, ein duales Studium zur Groß- und Außenhandelskauffrau zu machen, ging ich vorher ein Jahr nach Frankreich – vor meinem Einstieg ins Berufsleben, wollte ich mich sozial engagieren und Erfahrungen im Ausland sammeln. In einem Kindergarten in Lyon konnte ich beides perfekt miteinander verknüpfen. Zurück in Deutschland absolvierte ich mein Wunschstudium bei einem großen Handelsunternehmen und war dort anschließend im Personalbereich tätig. Mit ersten Berufserfahrungen im Gepäck bewarb ich mich schließlich bei der GMSH, weil das Unternehmen mit seinen vielen Auszeichnungen ein sehr hohes Ansehen genießt und seinen Mitarbeitern mit vielen Fortbildungsangeboten Raum für Weiterentwicklung bietet.

Als Ausbildungsleiterin bei der GMSH haben Sie die digitale BO-Veranstaltung organisiert. Wie konnten Sie die verschiedenen Ausbildungs-und Arbeitsbereiche des Unternehmens bestmöglich präsentieren?

Um den Schülern möglichst viele Einblicke in die GMSH zu bieten, haben wir uns dazu entschieden, vier Mitarbeiter für je 20 Minuten zu Wort kommen zu lassen: Nach meiner Vorstellung stellte Paulina Drapatz das Unternehmen als zentralen Dienstleister des Landes Schleswig-Holsteins vor, der staatliche Bauherrenaufgaben für Bund und Land übernimmt und führte die Schüler in ihre Tätigkeit im Ausbildungsbereich ein. Sie selbst schloss 2019 ihre Ausbildung mit der Auszeichnung Azubi des Nordens bei der GMSH ab. Anschließend berichtete Leonie Bahr als Auszubildende zur Personaldienstleistungskauffrau von ihren Erfahrungen in der Ausbildung. Als Fachausbilder für Bauzeichner rundete Ben Heußel das Portfolio des Unternehmens mit einem technischen Beruf ab. In einer Präsentation, die wir den Schülern als kleine Hilfestellung zur Verfügung stellten, konnten sie den Ablauf verfolgen und wichtige Informationen anschließend noch einmal nachlesen.

Wir von der GMSH sind sehr froh, dass wir auf diesem Wege die Möglichkeit bekommen haben, mit den Schülern in Kontakt zu treten. Wir können uns gut vorstellen weitere digitale BO-Veranstaltungen dieser Art mit Schulklassen durchzuführen und würden uns noch mehr dieser Möglichkeiten wünschen. Die Veranstaltung war ein guter Impuls in dieser Zeit.

Was nehmen Sie als Unternehmen aus diesem Projekt mit?

Wir von der GMSH sind sehr froh, dass wir auf diesem Wege die Möglichkeit bekommen haben, mit den Schülern in Kontakt zu treten. Wir können uns gut vorstellen weitere digitale BO-Veranstaltungen dieser Art mit Schulklassen durchzuführen und würden uns noch mehr dieser Möglichkeiten wünschen. Die Veranstaltung war ein guter Impuls in dieser Zeit.

Werden solche digitalen Projekte Präsenzveranstaltungen in Zukunft ersetzen?

Ich könnte mir vorstellen, dass sich solche Formate in den Unterricht etablieren lassen. Nichtsdestotrotz ist der Austausch auf einer Messe viel persönlicher: Es fällt leichter mit den Schülern in den Austausch zu kommen und Gegenfragen zu stellen. Ich glaube, dass wir digitale Formate, die aus der Not entstehen auch in Zukunft beibehalten und sie die Präsenzveranstaltung sehr gut ergänzen.

Vielen Dank für ihre Einschätzung Frau Haß.

 

TEXT Sophie Blady
ILLUSTRATION Ibou Gueye
FOTO Christina Kloodt, GMSH