Bewerbung

ME2BE BEWERBUNGSTIPPS


DIE BEWERBUNG

Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Die Bewerbung ist der erste Schritt des Auswahlverfahrens um einen Ausbildungsplatz. Anhand von Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen treffen die Personalverantwortlichen ihre Entscheidung: Eignet sich die Bewerberin oder der Bewerber für die angebotene Ausbildung? Lohnen sich Zeit und Aufwand, sie oder ihn zum Einstellungstest, Vorstellungsgespräch oder Assessment Center einzuladen? Um einen positiven Eindruck zu vermitteln, sollte die Bewerbung formal und inhaltlich tadellos sein und die Qualifikation und Motivation des Bewerbers zeigen. Wie genau du vorgehen kannst, erfährst du hier.

Der richtige Bewerbungszeitpunkt

Der beste Zeitpunkt für die Bewerbung ist ein Jahr vor dem Schulabschluss. Sobald du das Versetzungszeugnis in die Abschlussklasse in den Händen hältst, solltest du dich bewerben. Vor allem große Unternehmen, Banken, Versicherungen und Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst besetzen ihre Ausbildungsplätze frühzeitig. Wenn du dich erst nach deinem Schulabschluss bewirbst, könnten viele Plätze bereits vergeben sein. Es gibt aber auch Betriebe, die erst relativ spät mit dem Auswahlverfahren für ihre Ausbildungsplätze starten. Grundsätzlich gilt also: Beginne mit deinen Bewerbungen ein Jahr vor dem Schulabschluss.

Das gehört in deine Bewerbung

Deine Bewerbungsunterlagen sollten unbedingt aus drei Teilen bestehen: dem Anschreiben, dem Lebenslauf, dem Zeugnis sowie anderen Belegen. Alle Dokumente sollten nicht gelocht und ausschließlich einseitig beschrieben sein. Klarsichthüllen brauchst du keine. Ebenfalls unerwünscht sind Eselsohren, Flecken und natürlich Rechtschreibfehler. Wer möchte, kann seiner Bewerbung noch ein Deckblatt, wahlweise mit einem Inhaltsverzeichnis, sowie ein Motivationsschreiben beilegen. Falls du dich dafür entscheidest, der Bewerbung ein Foto beizufügen, kommt es auf das Deckblatt oder auf den Lebenslauf.

DAS ANSCHREIBEN

Das Anschreiben ist das Herzstück der Bewerbung und kommt bei den Unterlagen ganz nach vorne. Es muss fehlerfrei geschrieben sein, sollte den Umfang von einer DIN 4 Seite nicht überschreiten und bestimmte formale Anforderungen erfüllen.

1. Der Briefkopf

Du beginnst links oben mit dem Absender, also mit deinem vollständigen Namen und deiner Adresse. Darunter folgt der Adressat, also Name und Anschrift des Unternehmens. Prüfe genau, ob alles korrekt geschrieben und die Firmierung vollständig ist (z.B. GmbH oder GbR). Ist ein zuständiger Mitarbeiter bekannt – oft ist dieser in der
Stellenanzeige oder auf der Website des Unternehmens angegeben – muss auch dieser vermerkt werden. Eine Zeile unter dem Adressaten notierst du rechtsbündig den Ort und das Datum des Anschreibens.
Wenige Zeilen darunter folgt linksbündig und in Fettdruck deine Betreffzeile.

2. Die Begrüßung

Ist ein konkreter Ansprechpartner bekannt, wird dieser auch direkt genannt. Solltest du selbst auf telefonische Nachfrage keinen Ansprechpartner herausfinden, lautet deine Begrüßung:
Sehr geehrte Damen und Herren, …

3. Die Einleitung

Du erklärst kurz, wie du auf das Stellenangebot aufmerksam geworden bist und warum du dich auf diese Stelle bewirbst.
Hat im Vorfeld ein Telefonat stattgefunden, weil du dich nach einem Ansprechpartner erkundigen oder herausfinden wolltest, ob die angebotene Stelle bereits vergeben ist, solltest du unbedingt einleitend darauf aufmerksam machen, zum Beispiel indem du schreibst: „Vielen Dank für das freundliche Telefonat am Montagvormittag. Wie bereits besprochen, bin ich über Ihre Internetseite auf Ihr Ausbildungsangebot aufmerksam geworden.“


4. Die Erklärung

Du begründest, warum genau dieses Stellenangebot UND dieses Unternehmen für dich so reizvoll sind.
Du solltest überzeugend darstellen, welche Fähigkeiten und Motivationen du für diesen Beruf mitbringst. Keine falsche Bescheidenheit! Denn nun gilt es zu erläutern, warum ausgerechnet du der geeignete Azubi in spe bist!

5. Die Verabschiedung

Abschließend solltest du immer um eine Einladung zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch bitten.
Eine Zeile darunter folgt nochmals dein Name und deine handschriftliche Signatur (die du bei einer Online-Bewerbung einscannst oder ggf. in kursiver Schreibschrift hinzufügst).
Achtung bei Mustervorlagen für dein Anschreiben! Sie sollten vor allem als Ideengeber dienen und nicht blind kopiert werden. Personalverantwortliche merken schnell, wenn Textstellen kopiert und übernommen werden. Achte beim Anschreiben auf die individuelle Note.

DER LEBENSLAUF

Der Lebenslauf gibt dem Personalverantwortlichen einen klaren Überblick über deine Kompetenzen, Fähigkeiten, Erfahrungen und bisherige Ausbildungsschritte. Er liegt bei den Bewerbungsunterlagen hinter dem
Anschreiben und sollte sehr übersichtlich gestaltet sein. Je leichter es der Personalverantwortliche hat, wichtige Informationen über dich zu finden, desto besser sind deine Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

1. Der Kopf

Du beginnst oben mit der Überschrift: Lebenslauf. Linksbündig darunter folgen deine Kontaktdaten mit Name, Familienstand (z.B. ledig), Anschrift, Telefonnummer(n) und E-Mail-Adresse. Dem neuen Gleichbehandlungsgesetz zufolge müssen keine Angaben zu Alter, Familienstand, Kindern und Religion gemacht werden. Auch ein Bewerbungsfoto darf, rechtlich gesehen, nicht vom Arbeitgeber gefordert werden.

2. Das Bewerbungsfoto

Falls du deinen Bewerbungsunterlagen freiwillig ein Foto beifügen möchtest, wähle ein qualitativ gutes und seriöses Bild aus. Es empfiehlt sich, professionelle Bewerbungsfotos von einem Fotografen erstellen zu lassen. Der kann dir auch die entsprechenden Tipps geben, wie du dich auf dem Bild präsentierst: Freundlich, aber nicht albern. Aufgeweckt, aber nicht überdreht. Seriös und kompetent, aber nicht eingebildet. Wähle ordentliche Kleidung und eine nette Frisur und dann bitte lächeln!

3. Dein Bildungsweg

Der Lebenslauf wird nicht in vollständigen Sätzen formuliert, sondern tabellarisch aufgebaut – und zwar rückwärts in der Zeitfolge. Nenne die Schulen, die du besucht hast.


4. Praktische Erfahrungen

Solltest du bereits Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt haben – prima! Falls nicht – auch kein Problem. Denn es zählen auch andere außerschulische Aktivitäten, die berufsvorbereitenden Charakter besitzen.

5. Kenntnisse und besondere Fähigkeiten

Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, sehr gute Kenntnisse, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse. So lauten die Einstufungen für Fremdsprachenkenntnisse. „Muttersprache“ ist dann relevant, solltest du dich auf eine Stelle in einem ausländischen Unternehmen bewerben.
Längst nicht mehr wegzudenken ist der Umgang mit Computern. Von Vorteil ist jegliche Fähigkeit, die speziell für das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, relevant ist.

6. Hobbies und Interessen

Was dich bewegt und was dich begeistert, fügt dem Ganzen eine persönliche Note hinzu. Und das ist nicht zu unterschätzen! Mache dich interessant. Je nach angestrebtem Berufsweg ist zum Beispiel das Interesse an Medien oder fremden Kulturen eine gute Möglichkeit, besondere Interessen zu betonen. Deine sportlichen Aktivitäten solltest du nennen, denn sie sind ein Indiz für Teamfähigkeit, Ausdauer sowie Ehrgeiz. Ehrenämter sowie soziales Engagement solltest du auf jeden Fall erwähnen.

DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH

TRAINING ON THE JOB

DAS ERSTE GIROKONTO

PLAN B

AZUBIGEHALT UND FINANZSPRITZEN

DAS ASSESSMENT-CENTER