Jahr für Jahr findet in Kaltenkirchen die regionale Ausbildungsmesse „STARTER 2019“ statt. Gemeinsame Veranstalter sind die Kaltenkirchener Stadtverwaltung sowie die Gemeinschaftsschule am Marschweg, die Dietrich-Bonhoeffer-Schule und das Gymnasium Kaltenkirchen. Am 14. September 2019 war es wieder so weit. Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler nutzen den Samstag, um sich an der Seite von Eltern und Freunden über regionale Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.
Kaltenkirchen mag vielleicht nicht die berühmteste Stadt sein, doch die Schülerinnen und Schüler der örtlichen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien genießen einen großen Vorteil: Ihre geographische Lage, bedeutet: kurze Wege zu sehr vielen Arbeitgebern. Denn Kaltenkirchen liegt im Kreis Segeberg, im südlichen Mittelholstein, direkt an der A7 und in der nördlichen Metropolregion Hamburgs. Entsprechend groß ist die Auswahl an gut erreichbaren Ausbildungsplätzen. Auch deshalb ist die Messe bei Ausstellern beliebt!
Berufsorientierung zum Anfassen
Auf der „STARTER“ geht es lebendig zu. Insgesamt präsentieren über 50 Aussteller aus einer Vielzahl von Branchen ihre Ausbildungsberufe. Nur für wenige Schülerinnen und Schüler steht schon fest, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll. Eine Chance für die öffentlichen und privaten Arbeitgeber, um den Nachwuchs zu umwerben!
Viele Schüler berichten unserem Team am ME2BE-Stand, dass sie noch keine abschließende Entscheidung getroffen haben. Im Gespräch mit Marion von ME2BE erzählen die Schülerinnen Sarah und Julia, dass sie gern mit Menschen zusammenarbeiten möchten. „Vielleicht im Krankenhaus oder gern was mit Kindern“ sagt Julia. „Für diesen Bereich findest du auf ME2BE-DE verschiedene Berufsbilder und Kontaktadressen“, erklärt Marion und zeigt den Schülerinnen online den Weg zur ME2BE-Webseite.
Désiree wird Kauffrau für Büromanagement
Am Stand des bekannten Nutzfahrzeugeherstellers MAN berichtet Désiree von ihren Erfahrungen während der Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Sie befindet sich im dritten Ausbildungsjahr und ist auch zum dritten Mal auf der „STARTER“. Als Azubi berät sie auf der Messe Schülerinnen und Schüler, die sich für ihre Ausbildung interessieren.
„Nach meinem Abitur habe ich zunächst ein Studium im Bereich Lebensmittelchemie begonnen“, sagt die 24-Jährige, „habe aber schnell gemerkt, dass es nicht das Richtige ist. Ich entschied mich für eine praktische Ausbildung und bewarb mich bei der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb GmbH in Kaltenkirchen. Mit dieser Entscheidung bin ich sehr glücklich, denn ich erlebe dort vielfältige Tätigkeiten. Zum Beispiel habe ich vor Kurzem eine Betriebsbesichtigung für eine 9. und 10. Klasse organisiert und den Schülerinnen und Schülern unser Unternehmen präsentiert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Sollte Plan A sich nicht als der richtige Weg erweisen, gibt es immer einen Plan B!“
Christopher wird Feinwerkmechaniker
Christopher absolviert im dritten Ausbildungsjahr eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker in der Fachrichtung Werkzeugbau. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Firma Hans-Walter Mohr GmbH in Bönningstedt. Er berichtet uns, dass ihm erst nach dem Mittleren Schulabschluss klar war, etwas Handwerkliches lernen zu wollen. „Es macht mir besonders viel Spaß mit den präzisen Maschinen zu arbeiten“, erzählt der 18-Jährige. „Nur abschließende Feinheiten werden am Ende per Hand und einer Feile bearbeitet.“
Roman Partsch, Ausbildungsleiter des seit 1946 bestehenden Unternehmens, zeigt sich sehr zufrieden mit der Messe: „Es wurden viele interessante Gespräche geführt und wir sind auf die nächsten Wochen gespannt. Dann wird sich zeigen, ob oder wie viele Bewerbungen auf einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz reinkommen!“
Max und Courtney-Jane sind IT-Fachkräfte
Ebenfalls auf der „STARTER“ vertreten: das IT-Unternehmen Verlaat aus Henstedt-Ulzburg, das wir schon im Handwerksmagazin ME2BE-Hands Up Mittelholstein portraitiert haben. Max (21) und Courtney-Jane (24) haben bereits ausgelernt und berichten von ihrem Berufsstart. Für Max stand nach der 10. Klasse fest, in den IT-Bereich zu gehen. „Über den Beruf war ich mir allerdings nicht ganz sicher und habe deshalb zunächst ein Praktikum bei der Firma Verlaat absolviert. Mit Erfolg! Danach wusste ich, dass ich in die Ausbildung zum „Fachinformatiker für Systemintegration“ starten möchte.
Courtny-Jane hat erst ihr Abitur gemacht und anschließend ein FSJ absolviert. Auch sie wollte unbedingt in den IT-Bereich und entschied sich für den Ausbildungsberuf „IT-Systemkauffrau“.
„Welche Voraussetzungen braucht man eigentlich für einen IT-Beruf?“, wollen wir von den beiden wissen. „Wichtig ist ein logisches Grundverständnis“, antworten beide. „Ansonsten sind Engagement und Motivation die besten Voraussetzungen!“

Anne-Kristine Stiefler (Ausbildungsleiterin, links), Courtny-Jane und Max informierten über Ausbildung im IT- und Elektrotechnik-Unternehmen Verlaat.
Die „STARTER 2019“ in Kaltenkirchen war – wie immer – gut besucht und bestach durch ihre familiäre Atmosphäre. Eines wurde allen Schülerinnen und Schüler deutlich: Die Karrieremöglichkeiten in und um Kaltenkirchen sind hervorragend!
TEXT Christian Dorbandt
FOTOS Elisabeth Witten




