Zum zehnten Mal! – Ausbildungsmesse Ostholstein in Eutin

Zum zehnten Mal! – Ausbildungsmesse Ostholstein in Eutin

Am 21.02.2019 fand an der beruflichen Schulen des Kreises Eutin von 9 bis 13 Uhr zum zehnten Mal die Ausbildungsmesse Ostholstein statt. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit hatte die berufliche Schule zahlreiche Unternehmen aus der Region zusammengetrommelt, damit diese den neugierigen Schülerinnen und Schülern alle Fragen beantworten konnten.

Vor Ort waren an diesem Tag ganze 45 Aussteller, die bereitwillig alle neugierigen Fragen der Besucher zu beantworten versuchten. Am Stand der Maritim Hotels konnte man sich unter anderem über die Ausbildung zum/zur Restaurantfachmann/frau informieren, die Globus Gummiwerke erzählten etwas über Industriekaufleute, IT-Systemelektroniker, Maschinen- und Anlagenführer und andere Berufe und bei BQOH konnte man beispielsweise etwas über die Berufe Altenpfleger/in und Altenpflegehelfer/in lernen. Das war aber natürlich noch längst nicht alles! Wen wir noch auf der Ausbildungsmesse Ostholstein getroffen haben, erfahrt ihr jetzt!

Berufliche Schule des Kreises Ostholstein

An den beruflichen Schulen wurde heute nicht nur über Handwerksberufe gesprochen.

Mehr als nur eine Messe

Bei der Volksbank Eutin Raiffeisenbank eG wollten wir erfahren, wieso wir denn gerade bei ihnen eine Ausbildung zur Bankkauffrau machen sollten. Andre Boldt hatte die Antwort für uns: „Wir sind in der Region präsent und nah am Kunden. Außerdem ist die Atmosphäre bei uns sehr gut, denn wir kennen uns alle untereinander. Es gibt immer einen Ansprechpartner.“ Sein Tipp für interessierte Messebesucher? „Hier hat man viel mehr Chancen als sich nur generell zu informieren. Wenn die Schüler und Schülerinnen sich für eine Ausbildung in unserem Haus interessieren, können sie gerne Bewerbungsunterlagen mitbringen. Wir können sie uns dann hier mit ihnen gemeinsam ansehen. Wenn schon alles passt, behalten wir die Bewerbung dann auch gerne einfach schon.“

Junge Menschen für Führungspositionen ausbilden

In einem anderen Raum trafen wir auf das Team von Lidl. Sicher kennst du die Discounter-Kette, aber weißt du auch was Lidl dir für Ausbildungsmöglichkeiten bietet? Eine wirklich spannende Sache ist beispielsweise das Abiturientenprogramm. Aus- und Weiterbildungsleiter Daniel Rietz erzählte uns genaueres: „Man durchläuft ein dreijähriges Programm und hat am Ende drei Abschlüsse: Eine abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik (oder Kaufmann/frau im Einzelhandel), man ist geprüfter Handelsfachwirt und man wird zum Ausbilder weitergebildet. Wir wollen den jungen Menschen ermöglichen, schon früh Erfahrungen zu sammeln, die ihnen auf dem Weg in Führungspositionen helfen.“

Wir suchen kommunikative, freundliche Leute, die Spaß an der Arbeit im Team haben und Engagement zeigen.
-Daniel Rietz

Außerdem wollten wir von ihm wissen, worauf er im Bewerbungsgespräch achtet, sowohl allgemein als auch im Bezug auf das Abiturientenprogramm. „Wir suchen kommunikative, freundliche Leute, die Spaß an der Arbeit im Team haben und Engagement zeigen. Wir sehen es außerdem gerne, wenn wir es mit Persönlichkeiten zu tun haben und sehen dann auch über einen Rechtschreibfehler im Anschreiben oder eine schlechtere Note im Schulzeugnis hinweg!“, erklärte Herr Rietz. Also, liebe Teamplayer und Großträumer, ab zu Lidl!

Können kann man lernen, Leidenschaft hat man

Was kommt nach dem Schulabschluss?

An unserem eigenen Stand trafen wir unter anderem auf die Schülerin Theresa. „Was willst du denn nach deinem Abschluss machen?“, fragten wir. „Ich weiß es leider noch gar nicht!“, sagt sie. Wir fragen nach! Praktika? Nebenjobs? Irgendwelche Erfahrungen? „Ich habe ein Praktikum im Kindergarten gemacht und eines beim Physiotherapeuten. Ich weiß, dass das auf jeden Fall nichts für mich ist!“, sagte sie uns. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten, glauben wir, dass wir einen guten Tipp für sie haben. „Hast du mal über eine Ausbildung in der Verwaltung nachgedacht? Vielleicht sogar bei der Stadt Eutin?“, hakten wir nach. Nein, erzählte sie uns, das sage ihr gar nichts.

Wieso wir glauben, dass das etwas für Theresa sein könnte? Ganz einfach: Sie arbeitet zwar gerne mit Menschen, will aber nicht in die Pflege oder andere medizinische Berufe ausüben. Einen Bürojob kann sie sich zwar grundsätzlich vorstellen, hat aber Angst sich dort zwischen eingestaubten Akten zu langweilen. In der Verwaltung könnte sie eine gesunde Mischung aus Büroarbeit und Außenterminen erwarten. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, solltet ihr, wie Theresa auch, mal die Azubiportraits der Verwaltungsfachangestellten auf unserer Website anschauen!

Kendrion Kuhnke

Ja was schwebt denn da bei Kendrion?

Magnetisch und zukunftssicher!

Bei unserem Rundgang fiel uns außerdem Kendrion Kuhnke ins Auge, denn das Unternehmen hatte ein Azubiprojekt mitgebracht, das eine Kugel zum Schweben bringen konnte – nur durch Magnetismus. Natürlich gab es hier aber auch noch andere Dinge zu sehen: Ausbilder Jörn Räther brachte für uns Licht ins Dunkel: „Wir bilden Industriemechaniker, Elektroniker für Geräte und Systeme, Mechatroniker und Industriekaufleute aus. Außerdem hat man bei uns die Möglichkeit ein duales Studium im Wirtschaftsingenieurswesen oder das sogenannte StudiLe in Elektrotechnik oder Maschinenbau zu absolvieren. Es gibt also wirklich viele Möglichkeiten bei uns mitzumachen!“ Kendrions Produkte finden sich übrigens in winzigen Maschinen und in riesigen Anlagen, denn elektromagnetische Systeme und Komponenten werden fast überall benötigt. Kleiner Tipp: Zukunftssicher sind diese Jobs auf jeden Fall!

Kendrion Kuhnke

Sieht aus wie eine Ministadt, enthält aber Bauteile von Kendrion!

Das Fazit

Schulleiter Carsten Ingwertsen-Martensen zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Ausbildungsmesse Ostholstein. „Die Unternehmen haben verstanden, wie wichtig es ist, jetzt die Fachkräfte von morgen auszubilden. Deswegen kümmern sie sich auch viel intensiver als früher, was die Messe zu einem Ort macht, an dem wirklich Kontakte geknüpft werden können. Außerdem ist es Gold wert, dass die Betriebe mittlerweile auch Auszubildende mitbringen. So können die Schülerinnen und Schüler Gespräche auf Augenhöhe führen und das ist oft viel ertragreicher. Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!“ Wir uns auch, Herr Ingwertsen-Martensen, vielen Dank und bis dann!

Eure ME2BEs

TEXT & FOTO Jana Limbers