Wie gelingt die Wärmewende? Norddeutsche Wärmeforschung trifft sich in Flensburg

Wie gelingt die Wärmewende? Norddeutsche Wärmeforschung trifft sich in Flensburg

Jonas Freißmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, präsentierte auf der vergangenen Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung ein an der Hochschule Flensburg entwickelte Wärmetool.

Am 17. und 18. September kommen Forschende sowie Vertreter*innen aus Wirtschaft und Praxis an der Hochschule Flensburg zur 4. Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung zusammen. Im Mittelpunkt stehen Wärmenetze und Gebäude ebenso wie kommunale Wärmeplanung, gesellschaftliche Fragen und neue Technologien.

Wie können Städte ihre Wärmeversorgung klimaneutral umbauen? Welche Rolle können Großwärmepumpen und Wärmenetze spielen? Und wie lassen sich technische Lösungen so planen, dass sie zu den jeweiligen Bedingungen vor Ort passen? Fragen wie diese stehen am 17. und 18. September im Mittelpunkt der 4. Konferenz der Norddeutschen Wärmeforschung an der Hochschule Flensburg.

Die Wärmewende gilt als zentraler Bestandteil der Energiewende. Anders als bei der Stromversorgung gibt es dabei jedoch keine Lösung, die überall gleichermaßen funktioniert. Dicht bebaute Städte haben andere Voraussetzungen als ländliche Regionen, bestehende Wärmenetze eröffnen andere Möglichkeiten als eine dezentrale Versorgung einzelner Gebäude. Gleichzeitig werden Heizungsanlagen und Infrastrukturen für Jahrzehnte geplant. Wissenschaft, Kommunen, Energieversorger und Unternehmen stehen deshalb vor der Aufgabe, technische Möglichkeiten zu bewerten und passende Wege für unterschiedliche Orte zu entwickeln.

Die Konferenz greift diese Vielfalt in drei parallelen Themenpfaden auf. So umfasst das Programm unter anderem Beiträge zu Wärmenetzen, Gebäuden und Quartieren, gesellschaftlichen Fragen der Wärmewende, kommunaler Wärmeplanung, Großanlagen und Praxisbeispielen, Speichertechnologien, Raumdaten und Simulationstools. Hinzu kommen eine Plenarsession, eine Posterausstellung und Möglichkeiten zum Austausch zwischen den Teilnehmenden.

Veranstaltet wird die Konferenz in diesem Jahr von der Hochschule Flensburg im Rahmen der Norddeutschen Fachgruppe Wärme. Das Netzwerk verbindet Akteur*innen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern und will die Energiewende im Wärmebereich durch Forschung, Wissenstransfer und Austausch voranbringen. Die bisherigen Konferenzen fanden in Göttingen, Hamburg und Bremen statt. Mit jeweils mehr als 100 Teilnehmenden und über 50 Fachbeiträgen hat sich die Reihe zu einer wichtigen Plattform für die norddeutsche Wärmeforschung entwickelt.

Die Konferenz beginnt am Donnerstag, 17. September, um 10 Uhr mit der offiziellen Eröffnung im Audimax der Hochschule Flensburg. Nach einer Plenarsession folgen ab 13 Uhr die parallelen Fachsessions. Am Freitag beginnen die Fachsessions um 9 Uhr, bevor die Konferenz mit einem Schlusswort von Guido Wendt, Staatssekretär MBWK Schleswig-Holstein um 13 Uhr endet.

Weitere Informationen zu Programm und Teilnahme gibt es auf der Konferenzseite der Hochschule Flensburg: https://hs-flensburg.de/hochschule/veranstaltungen/2026/9/17/4-konferenz-der-norddeutschen-waermeforschung

TEXT & FOTO Hochschule Flensburg