Wer eine Ausbildung beginnt, hofft auf einen guten Start, denn aller Anfang ist bekanntlich schwer! Wie werde ich aufgenommen? Welche Aufgaben erwarten mich? Wird mir die Ausbildung gefallen? Damit Auszubildende sich von Anfang an mitgenommen fühlen, empfängt der Abwasser-Zweckverband Südholstein (AZV) seine Nachwuchskräfte mit einem ‚Kennenlern-Programm‘, das für gute Integration sorgt!
Der AZV Südholstein betreibt mit rund 250 Beschäftigten das Klärwerk Hetlingen, Kanalnetze mit einer Länge von insgesamt fast 700 Kilometern sowie Kläranlagen in Glückstadt, Lentföhrden und auf der Insel Helgoland. Kernaufgabe ist die sichere Abwasserentsorgung von circa 480.000 Menschen im rund 800 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet. Um die tägliche, umweltgerechte Entsorgung der Abwässer sicherzustellen, hat das Unternehmen einen hohen Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bildet in fünf Ausbildungsberufen aus: Fachkraft für Abwassertechnik, Industriemechaniker/in, Elektroniker/in, Fachkraft für Lagerlogistik und Kaufleute für Büromanagement. Fünf verantwortungsvolle Ausbildungsberufe, die Konzentration und Motivation erfordern.
Gute Betreuung, hohe Motivation
„Ich habe mich für die Ausbildung zum Industriemechaniker entschieden“, berichtet Dario. „Nach vier Wochen muss ich sagen: Ich bin total zufrieden! Schon der erste Tag war interessant. Alle neuen Auszubildenden erhielten eine ausführliche Sicherheitseinweisung sowie eine Werksbesichtigung im Klärwerk Hetlingen. Im Anschluss erfolgte die Einkleidung. Dort bekamen die Azubis der technischen Berufe ihre Sicherheitsschuhe, feuerfeste Arbeitshose und -jacke sowie eine Schutzbrille, Handschuhe und einen Helm. Von dort aus steuerte jeder seinen Fachbereich an – in meinem Fall die Gruppe ‚Maschinentechnik‘ – und wurde von den Fachkolleginnen und -kollegen begrüßt. Besonders hilfreich war auch eine Begrüßungsmappe, die von ehemaligen Auszubildenden in einem Azubi-Projekt zusammengestellt wurde und alle Informationen enthält, die man zum Ausbildungsstart braucht!“
Auch Inkens Ausbildung begann am 1. August. Sie absolviert eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik. „Was mir in der ersten Ausbildungswoche besonders positiv auffiel“, erzählt sie, „war, dass mir sofort interessante Aufgaben übertragen wurden. Zunächst habe ich mich mit dem Bau einfacher Aus- und Wechselschaltungen beschäftigt, einen Tag später durfte ich bereits Kollegen auf ihren Außeneinsätzen an einer Dosieranlage begleiten. Nach der Schulzeit wollte ich nicht studieren, sondern handwerklich arbeiten und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen – genau das wird mir hier angeboten, deshalb bin ich von der Ausbildung bisher wirklich begeistert!“
Verantwortung, Teamgeist, hohe Zufriedenheit
Neben der Verantwortung gegenüber den Bürgern und dem nachhaltigen Umgang mit der Natur, betont das Leitbild des AZV Südholstein die fachliche und persönliche Entwicklung aller Mitarbeiter sowie die Stärkung von Teamgeist, Eigeninitiative und Kreativität. Dass diese Werte in ihrem Ausbildungsbetrieb gelebt werden, erfuhren Inken und Dario auch auf einer Azubi-Ausfahrt in der zweiten Woche. „Auf unserem zweitägigen Ausflug an die Ostsee haben wir uns richtig kennengelernt!“, erzählt Inken. „Wir haben ein Aquarium in Timmendorfer Strand besucht, sind Wasserski gefahren und haben das Klärwerk in Neustadt besichtigt. Klar, alle Programmpunkte hatten etwas mit Wasser zu tun! Übernachtet haben wir dann im Jugendcamp Scharbeutz. Das waren fantastische Tage, die unser Gemeinschaftsgefühl sehr gefördert haben!“
Der Anfang ist gemacht. Gute Voraussetzungen für die neuen Auszubildenden des AZV Südholstein, sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlzufühlen, die verantwortungsvollen Berufe zu erlernen und als zukünftige Fachkräfte beim AZV Südholstein heranzuwachsen.
TEXT Christian Dorbandt
FOTO Michael Ruff