Schülerfrage: „Wie viel Leck steckt in dir?“

Schülerfrage: „Wie viel Leck steckt in dir?“

Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au antworten:

Eine blonde Schülerin und ein Schüler mit Base-Cap stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.

Finja Schröter, 16 & Bastian Sibbersen, 16

Finja Schröter, 16

„Ich komme aus Enge und bin ein echtes Dorfkind. Leck und Umgebung … das bedeutet Heimat für mich. In Leck vermisse ich nichts, außer vielleicht einen coolen Jugendclub. Ich mag auch die Menschen hier. Es ist hier nicht so distanziert und unpersönlich, wie es vielleicht in größeren Städten zugeht. Momentan bin ich noch nicht bereit für die Berufswelt und werde nach der Zehnten eine weiterführende Schule besuchen. Mit 16 Jahren fühle ich mich zu jung, um große Entscheidungen zu treffen. Mein Traumberuf ist Lehrerin. Vielleicht für Sport und Chemie. Cool wäre es, wenn ich dann mein Referendariat hier an der Gemeinschaftsschule Leck absolvieren könnte. Mein Lieblingsort? Der tägliche Schulweg durch den Augarten.“

Bastian Sibbersen, 16

„Ich komme aus Leck. Bei uns gibt es alles, was man braucht, sodass man nicht in einen Nachbarort fahren muss, um im Supermarkt einzukaufen oder ins Kino zu gehen. Alles ist schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Ich finde, wir haben hier auch tolle Fahrradwege und schöne Radstrecken. Was mir in Leck fehlt, ist, neben Calli, ein weiterer Fastfood-Laden. Nach der 10. Klasse werde ich erst mal auf das Berufliche Gymnasium in Niebüll wechseln und weiter zur Schule gehen. Einen Platz habe ich schon. Mein Traumberuf ist Urlaubstester. Dann würde ich an exotischen Orten und in coolen Hotels abhängen und meine Bewertungen in Blogs schreiben.“

Eine blonde Schülerin im bunten Pulli lächelt mit verschränkten Armen in die Kamera.

Lea Wannecke, 15

Lea Wannecke, 15

„Leck ist ein Ort, aus dem man etwas machen kann, wenn man sich darauf einlässt! Ich hatte hier eine echt coole Kindheit an der Osterkoppel und gehe gern an den Fischteichen oder an den Bahngleisen mit meinem Hund spazieren. Doch als Jugendliche wünsche ich mir ein größeres Angebot von Geschäften und Clubs. Zum Shoppen muss man zum Beispiel immer nach Flensburg fahren. Letztens war ich auf Sylt. Da konnte man noch um 23 Uhr in einem Café am Wärmestrahler sitzen. Das gibt’s hier so nicht. Nach der Schulzeit zieht es mich nach Hamburg. Dort würde ich gern als Make-up-Artist arbeiten oder an der Akademie Deutsche Pop studieren.“

Ein junger Mann mit rot-blondem Haar und in blauem Pulli ateht in einem großen Raum und lächelt in die Kamera.

Justin Arps, 14

Justin Arps, 14

„Leck ist ein schöner Ort und ich würde schon gern hierbleiben. Das hängt natürlich davon ab, wohin ich mich beruflich entwickeln werde. Mein Ziel ist es, irgendetwas mit Videoschnitt oder Kameraarbeit zu machen. Solche Medienberufe gibt es leider nicht in unserer Gegend. Mein absoluter Traumberuf wäre Spieleentwickler. Insgesamt könnte es vielleicht noch mehr Geschäfte in Leck geben, aber auch so fühle ich mich wohl. Unseren Eis-Italiener mag ich besonders gern.“

Mit blauer Schrift steht hier ein Zitat geschrieben: „Am liebsten würde ich später als Ärztin arbeiten"

Eine dunkelhaarige Schülerin im grauen Oberteil steht angelehnt an einer bunten Wand und lächelt in die Kamera.

Natascha Salzmann, 15

Natascha Salzmann, 15

„Leck werde ich immer mit meiner Kindheit verbinden. Meine Lieblingsorte sind der Augarten, Calli und der Dönerladen Aladin. Doch auch wenn meine Familie hier lebt … nach der weiterführenden Schule zieht es mich nach Flensburg, Hamburg oder Düsseldorf. Ich möchte nach der Schulzeit einfach was Neues erleben. Ich fühle mich jetzt aber noch nicht ausbildungsreif und werde nach dem Mittleren Schulabschluss definitiv weiter zur Schule gehen, vielleicht auf die Hannah-Ahrendt-Schule in Flensburg. Am liebsten würde ich später als Ärztin arbeiten. Was mir in Leck fehlt, ist ein H&M und ein Café, wie das Extrablatt in Flensburg, wo ich mich gemütlich mit Freunden treffen und quatschen kann.“

 

Zwei Schüler und eine Schülerin blicken an der Kamera vorbei in die Ferne.

Henrik Michelsen, 16, Oona Paulsen, 15 & Ruslan Kilip, 16

Henrik Michelsen, 16

„Ich fühle mich in Leck total wohl und möchte hier gar nicht weg. Mein Traumberuf ist Astrophysiker … aber das ist eher unrealistisch, zumal ich schon immer etwas Handwerkliches lernen und nie lang zur Schule gehen wollte. Nach der 10. Klasse mache ich deshalb eine Ausbildung in Flensburg zum Kfz-Mechatroniker. Den Ausbildungsplatz habe ich schon sicher. Nach Flensburg möchte ich aber nicht. Dort müsste ich kilometerweit laufen, um einen grünen Fleck zu sehen. Nein, danke. Meine Lieblingsplätze in Leck sind das Rehgehege am Langenberger Forst und der „Eis-Italiener“, wo ich mich mit Freunden treffen kann. Wenn ich mir was wünschen dürfte, wäre das die Eröffnung eines Starbucks-Coffee-Shops und die Renovierung des Minigolfplatzes.“

Oona Paulsen, 15

„Ich komme aus Ladelund und fahre eigentlich nur zur Schule nach Leck. Trotzdem finde ich den Ort cool. Besonders gut gefällt mir nebenan das Erlebnisbad mit Rutsche, Sprungbecken und Schwimmbahn. Ich werde nach dem Mittleren Schulabschluss auf jeden Fall weiter zur Schule gehen. Ich habe noch keinen Plan, was ich später beruflich machen möchte. Vielleicht ein soziales Jahr und anschließend studieren. Ein Traum wäre es, später als Sängerin oder Schauspielerin arbeiten zu können, irgendwas Künstlerisches, aber das wird natürlich schwer. Wenn ich mal eigene Kinder haben sollte, möchte ich auf jeden Fall in unserer Region leben und ihnen auch so eine schöne Kindheit gönnen, wie ich sie hatte.“

Ruslan Kilip, 16

„Leck ist traumhaft! Ich würde später auch gern hierbleiben und als Lehrer für Sport oder Naturwissenschaften arbeiten. In größeren Städten, wie Flensburg, wäre es mir viel zu laut. Erst mal möchte ich sowieso weiter zur Schule gehen, denn ich finde Schule nicht schlimm. Was mir in Leck noch fehlt? Ein Theater!“

TEXT Christian Dorbandt
FOTOS Sebastian Weimar