Jobaktiv ins Berufsleben! – JOBAKTIV am 24. und 25.8. in NMS

Jobaktiv ins Berufsleben! – JOBAKTIV am 24. und 25.8. in NMS

Zwei Tage, zahlreiche Aussteller, eine Mitmachhalle und richtig viel Programm. All dies hatte die JOBAKTIV in Neumünster am 24.8. und 25.8. zu bieten. Die Agentur für Arbeit Neumünster lud zum Schauen, Fragen und Mitmachen… und das nicht zu knapp! Als Herausgeber des Messemagazins waren wir natürlich besonders gespannt! Was wir an diesen beiden Tagen in den Holstenhallen erlebt haben, möchten wir euch jetzt gerne erzählen. Also Ohren gespitzt, es geht los!

Das Messeheft der JOBAKTIV

Wir waren besonders stolz das Messeheft zur JOBAKTIV gestalten zu dürfen.

Zunächst halten wir fest: Wir waren wirklich beeindruckt von dem Programm, das die Agentur für Arbeit zusammengestellt hatte. Es gab zahlreiche nützliche Vorträge auf der eigens aufgebauten Bühne, beispielsweise darüber, wie man sich richtig bewirbt, wie man auch ohne Studium Karriere machen kann oder zum Thema Work and Travel… da konnten sogar wir noch was lernen! Noch besser haben uns aber die Workshops gefallen, in denen man in schöner Atmosphäre lernen konnte, wie man mit Lampenfieber umgeht, Einstellungstests bezwingt und die eigenen Stärken entdeckt. Und dann war da noch ein ganz besonderer Gast… Youtuber Freshtorge war mittendrin statt nur dabei.

Vielleicht fragst du dich jetzt: YouTube und Ausbildung, wie passt das zusammen? Tja, Torge selbst ist gelernter Erzieher und hat auch viele Jahre in dem Beruf gearbeitet. Das können wir uns ehrlich gesagt richtig gut vorstellen, denn er ist locker und offen und macht Scherze mit den Besuchern. Die Atmosphäre ist fröhlich und entspannt.

Freshtorge gab einen Workshop zum Thema Ausbildung

Freshtorge bei seinem Workshop

Redakteurin Elena interessiert sich vor allem dafür, wie Torge wusste, wann es Zeit war, seinen alten Beruf zu verlassen und sich YouTube in Vollzeit zu widmen. „Irgendwann hat mein Chef zu mir gesagt ‚Torge, das mit YouTube ist eine große Chance, du solltest sie wahrnehmen!‘ Ich hatte da ein wenig Angst, denn mit YouTube Geld zu verdienen ist natürlich ganz anders als irgendwo festangestellt zu sein.

Wenn er mir das nicht gesagt hätte, hätte ich mich vielleicht nie getraut.
-Freshtorge

Man hat erstmal kein festes Einkommen und muss schauen wo man bleibt. Mein Chef hat mir dann gesagt, dass er einen Weg finden wird mich wieder anzustellen, wenn das mit YouTube und dem Sprung in die Selbstständigkeit nicht klappen sollte. Wenn er mir das nicht gesagt hätte, hätte ich mich vielleicht nie getraut.“ Wie schön, dass sich diese Entscheidung dann doch als die richtige herausgestellt hat. Manchmal muss man eben auch Risiken eingehen und auch reifer werden. „Ich werde reifer“ textete Torge nämlich im Rahmen unserer Mitmach-Aktion an unserem Stand auf seine Postkarte.

Freshtorge am Stand von ME2BE

Freshtorge wird reifer… irgendwann!

Risiken ist auch Ronja eingegangen, denn sie hat sich für einen Job beworben, ohne vorher Erfahrungen in dem Bereich zu sammeln! 2016 hat sie ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei Danfoss angefangen und bereut keine Minute. Mit leuchtenden Augen erzählte uns die junge Frau davon, dass sie ihre Ausbildung verkürzen wird und danach unbedingt im Unternehmen bleiben möchte.

Ich würde den Beruf immer wieder wählen!
-Ronja Möller

„Ich weiß auch schon, dass ich so schnell wie möglich meinen Meister machen möchte“, sagte sie. Ronja wusste schon vor ihrer Bewerbung, dass man sich als Frau sehr gut verkaufen muss, wenn man in einen von Männern dominierten Beruf einsteigen möchte. „Ich bin in meiner Bewerbung ganz genau darauf eingegangen, wieso die Firma mich braucht und nicht umgekehrt. Als ich dann zum Gespräch eingeladen wurde und dort dann auch persönlich überzeugen konnte, war ich überglücklich! Ich würde den Beruf immer wieder wählen!“ Ronjas Begeisterung ist ansteckend und wir sind uns sicher, dass sie ihren Weg gehen wird. Viel Glück für deine Zukunft, liebe Ronja!

Ronja Wird Industriemechanikerin bei Danfoss

Da ist Konzentration gefragt! Ronja zeigt uns wie’s geht.

An unserem Stand haben wir an diesen beiden geschäftigen Tagen mit vielen jungen Menschen gesprochen und mit ihnen ME2BE-Cards designt. Dabei entstanden nicht nur viele kreative Vorschläge, sondern auch interessante Gespräche. Merle ist 15 Jahre alt und als wir sie fragen welcher Stand sie heute am meisten interessiert, sagt sie: „Olympic Auto! Ich habe schon mit meinem Vater an Autos geschraubt da konnte ich gerade erst laufen. Ich würde total gern eine Ausbildung zur Automobilkauffrau machen, die Arbeit mit Autos UND Menschen ist mein absoluter Traum!“ Na dann nichts wie los, Merle… trau dich! Mit dem Messemagazin in der Hand schicken wir sie los in Richtung Zukunft.

In meiner Familie sind alle Banker.
-Niklas Tonn

Auf dem Parkplatz der Holstenhallen locken uns laute Geräusche an. Wir treffen auf Niklas Tonn, der gerade dabei ist, aus einem Stück Holz einen Pilz zu sägen – natürlich in voller Schutzmontur und fliegenden Sägespäne. In einer ruhigen Minute können wir ihn ein wenig über seine Berufswahl ausquetschen. Die erste Überraschung für uns: Niklas hat die Ausbildung zum Forstwirt gerade erst vor drei Wochen angefangen! Dafür fügt er sich hervorragend ins Team ein und wir sind von seinen Sägekünsten nicht weniger beeindruckt.

Niklas wird Forstwirt bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Niklas zeigt was er kann.

„In meiner Familie sind alle Banker“, erzählt der junge Mann, „und ich wusste schon ganz früh, dass ich auf keinen Fall ins Büro möchte!“ Nach der Schule hat Niklas seinen Bundesfreiwilligendienst an der frischen Luft geleistet und konnte sich so sicher werden, dass er draußen arbeiten möchte. Nun ist er bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und freut sich auf die Arbeit bei Wind und Wetter. Wir wünschen Niklas viel Glück und regenfeste Klamotten!

Lea wird Zimmern bei B und B

Lea Neithardt fertigt einen Aufriss an. Dabei muss das Holz genau markiert werden.

Noch mehr Frauenpower erwartete uns am Stand der Innung des Baugewerbes Neumünster. Lea Neithardt ist Auszubildende zur Zimmerin bei der Firma B und B und kommt jetzt ins dritte Lehrjahr. Das Handwerk wurde ihr in die Wiege gelegt, denn alle ihre Familienmitglieder sind Handwerker. Im Zuge ihres Fachabiturs konnte sie im Praktikum weitere Erfahrungen sammeln und entschied sich schließlich für die Ausbildung zur Zimmerin.

Noten sind nicht alles!
-Lea Neithardt

Wir fragen Lea, was die besten Voraussetzungen für den Beruf sind. „Man muss mitdenken können und natürlich Lust aufs Handwerk haben. Noten sind nicht alles!“ Motivation ist natürlich für alle Berufe wichtig und wir merken, dass Lea davon reichlich hat. Nach ihrer Ausbildung möchte sie vielleicht noch studieren. Bauingenieurwesen interessiert sie. Wir glauben, dass sie das mit Links macht!

Postkartenentwürfe am Stand von ME2BE

Ich werde Luftsprungmacher. Oder Weltenbummler. Oder Glücksbringer.

Frau Bagger, Leiterin der Agentur für Arbeit Neumünster, zeigt sich zufrieden: „Die Besucherzahlen haben unsere Erwartungen übertroffen. Insgesamt waren an beiden Tagen knapp 2500 Besucher auf der Jobaktiv unterwegs!“ Dank des stimmigen Messekonzepts hatten alle Besucher die Chance, sich umfassend zu informieren und vieles auszuprobieren.

Die Jobwall auf der JOBAKTIV in Neumünster

An der Jobwall konnten einige Ausbildungsplätze ergattert werden!

Was sie nächstes Mal anders machen würde? „Ich denke wir würden die Öffnungszeiten ein wenig verkürzen, aber mehr würde mir nicht einfallen. Alles ist reibungslos verlaufen und es gab für alle viel zu sehen“, so Frau Bagger. Für uns ist das auf jeden Fall wahr, liebe Frau Bagger!

Wir freuen uns, dass wir dabei sein durften und freuen uns aufs nächste Mal!

Alles Liebe,

eure ME2BEs

TEXT Jana Limbers
FOTOS Jana Limbers, Elena Kruse, Sabrina Meyn