Was kostet die (duale) Welt

Was kostet die (duale) Welt

Du überlegst, dual zu studieren? Hier eine Auflistung der wichtigsten Kostenfaktoren, die zum (dualen) Studienbeginn auf dich zukommen.

Studiengebühren

Das Beste zuerst. Die meisten Unternehmen, die ein duales Studium anbieten, übernehmen die anfallenden Studiengebühren komplett oder größtenteils. Bietet ein Unternehmen erst seit kurzem ein duales Studium an und hat noch keinen Vertrag mit einer Hochschule abgeschlossen, könnte es sein, dass du die Studiengebühren selbst tragen musst

WG-Zimmer

Die Mietkosten für ein WG-Zimmer belaufen sich auf etwa 300 € bis 450 € warm (inkl. Internet und Strom). Die Kosten können je nach Studienstandort und Größe des Zimmers sowie der Wohnung jedoch stark variieren. Hinzu kommen ggf. weitere Ausgaben, etwa für neue Möbel oder Gemeinschaftsanschaffungen wie Waschmaschine, Kühlschrank, Toaster etc. Wer in eine bereits bestehende WG zieht, profitiert oft davon, dass vieles schon vorhanden ist.

Mietkaution

Auch für WG-Zimmer ist meist eine Kaution zu hinterlegen. Diese beträgt maximal drei Monatskaltmieten, dividiert durch die Anzahl der WG-Bewohner/innen. Eine Kaution dient als Sicherheit für den Vermieter und wird beim Auszug wieder zurückgezahlt. Achtung: Es ist immer ratsam, den Zustand des Zimmers zumindest fotografisch zu dokumentieren.

Krankenversicherung

Die meisten Studierenden müssen sich erst mit 25 Jahren Gedanken um eine Krankenversicherung machen. Vorher sind sie in den meisten Fällen durch die sogenannte „Familienversicherung“ über die Eltern mitversichert. Dies gilt für dual Studierende und Studis, die mehr als 450 € im Monat verdienen, nicht! Denn an dieser Einkommensgrenze endet die beitragsfreie Familienversicherung. Um dich selbst zu versichern, wendest du dich an eine Krankenkasse deiner Wahl. Hier gilt: Vorher schlau machen, welche Krankenkasse dir die meisten Vorteile bietet! Von deinem monatlichen Brutto-Gehalt gehen rund 16 Prozent an die Krankenkasse, wobei sich die Kosten zwischen dir und deinem Arbeitgeber 50/50 aufteilen. Sowohl die Kosten für die Krankenversicherung als auch die Beiträge zur gesetzlichen Pflegepflichtversicherung, zur Rentenversicherung und zur Arbeitslosenversicherung entrichtet der Arbeitgeber direkt; darum musst du dich also nicht kümmern

Andere Versicherungen: Private Haftpflichtversicherung

Unaufmerksam den Fahrradlenker geschwenkt und schon ziert das parkende Auto eine Delle? Für Schäden an fremdem Eigentum greift die private Haftpflichtversicherung. Wenn es sich bei deinem dualen Studium um eine Erstausbildung handelt und du im Vertrag deiner Eltern mitversichert bist, musst du dich nicht um eine eigene Haftpflichtversicherung kümmern. Also am besten bei der Versicherung der Eltern nachfragen! Dasselbe gilt übrigens für eine Rechtsschutzversicherung

Essen

In vielen größeren Betrieben sorgen Kantinen für das leibliche Wohl. Unis und Fachhochschulen haben meist Mensen, um ihre Studis zu verpflegen. Da Mensen staatlich subventioniert werden, können sie vergünstigtes Essen anbieten. Für die betriebseigene Kantine gibt es für duale Student/innen oft Rabatt durch den Arbeitgeber. Ansonsten gilt natürlich: Selber Kochen! Das ist gesund, macht Spaß und ist oft auch günstiger!

Sport

Stichwort Hochschulsport – viele Unis und Fachhochschulen bieten ihren Studierenden ein eigenes Sportprogramm an. Auch Vereine oder Fitness-Studios haben mitunter einen vergünstigten Studi-Tarif. Und manche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Fitness- oder Präventionskurse. Wer sich informiert, kann also sparen!

Alles andere

Wer zu Hause auszieht, merkt schnell: Spülmittel, Klopapier, Duschgel, auch Dinge des täglichen Bedarfs leeren das Portemonnaie. Ob Kino, eine Kanutour mit Freunden oder Verabredungen zum Kaffee – Wer gleichzeitig arbeitet und studiert, verdient auch ein bisschen Freizeitvergnügen! Diesen Faktor also bei der Kostenkalkulation bloß nicht vergessen!

 

TEXT Lina Kerzmann
FOTO Shutterstock

 

 


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