Am Freitagvormittag öffnete die Grund- und Gemeinschaftsschule in Schacht-Audorf ihre Türen für die Berufsmesse der 7. bis 10. Klassen. Über 40 Unternehmen kamen für diesen Anlass an die Schule und informierten die Messebesucherinnen und -besucher über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Wichtig ist dabei für den Berufsorientierungslehrer Jörg Clement vor allem die große Bandbreite an Ausstellern.
Verschiedene Menschen und Karrierewege
Vertreten war in diesem Jahr unter anderem der ortsansässige Familienbetrieb in dritter Generation Günter Fuldt Straßen und Tiefbau GmbH & Co. KG. Am Stand informierten Azubi Patrick, Devin, Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbau, und Yanik, Ausbildungsleiter und Straßenbaumeister, die Schülerinnen und Schüler über Berufe wie den des Tiefbaufacharbeiters. Mit ferngesteuerten Baggern lenkten sie die Blicke auf der Schacht-Audorfer Berufsmesse auf ihren Stand. Trotz der Spielereien lag der Fokus aber vor allem auf den Gesprächen – für die Aussteller ein großer Erfolg, denn sie suchen neue Auszubildende aus der Region.

Wie wird eigentlich Futtermittel produziert? Diese und weitere Fragen beantworten die Aussteller der Ceravis AG an ihrem Messestand. Personalreferentin Laura war selbst auf der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf und initiierte die Teilnahme des Unternehmens an der dortigen Berufsmesse. Zusammen mit den Auszubildenden Anna und Norje informierte sie die Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsberufe wie Fachinformatiker (m/w/d), Industriekaufmann (m/w/d) oder Verfahrenstechnologe (m/w/d): Ganz nach dem Motto „von Azubi zu Azubi“.

Auch die POHL-Gruppe präsentierte sich auf der Messe und informierte über ihr Angebot an zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten. Das Unternehmen gehört mit seinen 1.300 Mitarbeitenden und 95 Azubis zu den größeren Ausstellern auf der Schacht-Audorfer Berufsmesse. Ob Wirtschaftspraktikantinnen, Industriekauffrauen, Elektriker, Brunnenbauer oder Ausbildungskoordinatoren – bei der POHL-Gruppe finden verschiedene Menschen und Karrierewege zusammen. Der erste Kontakt entsteht häufig auf Berufsmessen, regional und in entspannter Atmosphäre.
Newcomer und langjährige Teilnehmer der Schacht-Audorfer Berurfsmesse
Am Stand der Bernd Blindow Gruppe erfuhren die Messebesucherinnen und -besucher mehr über die Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten (m/w/d) in Schwentinental. Dabei teilt die Ausstellerin den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissenswertes über den Beruf mit, sondern stellt auch gleich ihr handwerkliches Geschick auf die Probe. Am Stand können sie selbst mit Vitamin C, Gelatinekapseln, Werkzeugen und Geräten kleine Vitaminkapseln herstellen. Diese werden im Anschluss in Döschen verpackt, datiert und beschriftet. So lernen die Jugendlichen bereits die ersten praktischen Tätigkeiten aus der Ausbildung und dem späteren Beruf kennen.

Ein langjähriger Messeteilnehmer war auch diesmal wieder auf der Schacht-Audorfer Berufsmesse vertreten: Maler Leege. Dirk Leege, Geschäftsführer und Maler- und Lackierermeister des kleinen örtlichen Betriebes, war selbst am Stand des Malerbetriebes präsent. Er „lebt für den Beruf“, was auch die Messebesucher schnell bemerken. Neben dem Teilen von Fachwissen gibt er den Schülerinnen und Schülern auch einen wichtigen Rat mit: Egal welchen Beruf sie wählen, es geht um Persönlichkeit, Spaß und Motivation. Deswegen empfiehlt er jungen Menschen, so viele Schnuppertage und Praktika zu absolvieren wie möglich, um den passenden Beruf für sich zu entdecken.
Auf der Schacht-Audorfer Berufsmesse findet (fast) jeder den passenden Beruf
Trotz des abrupten Endes durch einen fälschlich ausgelösten Feueralarms war für Jörg Clement die diesjährige Berufsmesse erneut ein voller Erfolg. Er schätzt die hausinternen Berufsmessen, denn so lernen die Schülerinnen und Schüler die Firmen in ihrer gewohnten Umgebung kennen. Außerdem waren viele verschiedene Ausstellerinnen und Aussteller vertreten, was für Herrn Clement wichtig ist, denn: Ob die Schülerinnen und Schüler nun „das Gold in den Händen, im Herzen oder im Kopf tragen“, jeder findet hier den passenden Beruf. Schulmessen sind nur ein Bestandteil seiner breitgefächerten Berufsorientierung der Schule – das Ziel: Keiner bleibt zurück.
TEXT & FOTO Sina Christiansen

