Auch in diesem Jahr startete Lillis Jobmesse in Kiel. Am Nachmittag begrüßte der Schulleiter Torben Wegner die Schülerinnen und Schüler, Familien, Organisatoren und Unternehmen der diesjährigen Berufsmesse. Zum vierten Mal findet die Messe statt, die laut Wegner einen echten Nutzen für die Schüler, Eltern, Schule und Unternehmen hat. Nebenbei gibt es viel zum Ausprobieren, so können die Schüler eigene Vitaminkapseln herstellen, am „heißen Draht“ ihr Geschick auf die Probe stellen oder mit VR-Brillen die Berufswelt entdecken.
Großer Vorteil für Besucherinnen und Besucher der Messe
Unter den diesjährigen Messeteilnehmern war auch die Eurovia Bau GmbH vertreten. Das Unternehmen hat 140 Standorte deutschlandweit und bildet unter anderem Tiefbaufacharbeiter aus. Palmira, die seit mehr als drei Jahren am Standort Kiel als Industriekauffrau arbeitet, erzählt uns von ihrer Messeerfahrung. Lillis Jobmesse steche unter anderem durch gute Organisation hervor, aber vor allem durch die angenehme Atmosphäre. Jobmessen wie diese sind „Türöffner“, betont auch Julie Bonk, die seit drei Jahren für das Recruiting zuständig ist. Auch sie zieht das Fazit: schöne Messe, interessierte Schüler und „die Stimmung passt einfach“. Der kleine Bagger, den sie auf der Messe dabei hat, dient als kleiner Aufmerksamkeits-Magnet.
Berufe schnuppern in netter Atmosphäre
Am Messestand der Gabriel Dach-Wand-Technik GmbH berichtet Kjell von seiner Erfahrung. Er selbst steckt noch mitten in der Ausbildung und wechselte erst vor kurzem zu dem Unternehmen. Mit ihm trat Bauleitung und Ausbilder Stefan Hirschberg auf der Messe auf. Gemeinsam lassen sie Schüler ihr handwerkliches Geschick ausprobieren und Unterschiede im Werkzeug und Materialien entdecken. Dabei betont Hirschberg die Relevanz der Location der Messe – es sei die Region, die Schule, das Zuhause der Schüler, das dafür sorgt, dass eine gute Atmosphäre entsteht und die Schüchternheit und Hemmschwelle bei der Kontaktaufnahme sinkt. Kjell hat einen Rat an die Schülerinnen und Schüler: „Ich kann jedem nur empfehlen, Messen zu besuchen und Praktika zu absolvieren!“.
Neben den Unternehmen, die Ausbildungen und duale Studiengänge vorstellen, können die Schülerinnen und Schüler der Lilli Martius Schule sich auch über Freiwilligendienste informieren. So wird Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein mit seinem Messestand durch ein Glücksrad und dem Wurfspiel „Cornhole“ zum Blickfang für die Gäste. Jenny, Rahel und Toni erzählen hier von den verschiedenen Möglichkeiten, die Der PARITÄTISCHE bietet. Sie wollen mit ihrem Stand Präsenz zeigen. Ihr Ziel: Ein Bewusstsein für die Arbeit schaffen und dass so viele junge Menschen wie möglich etwas über Freilwilligendienste erfahren.
Lillis Job Messe ist ein „fantastisches Format“
Sarah Pockrandt, neue Jobcoachin an der Lilli Martius Schule, ist begeistert. Sie ist erst seit kurzem an der Schule und freut sich sehr auf ihre Rolle als Brückenbauerin zwischen Schülern und Unternehmen. So nutzt auch sie die Messe, um mit den Ausstellern in Kontakt zu kommen. Auch die Berufsorientierungs-Koordinatorin Andrea Günther ist glücklich. Obwohl sie für die kommenden Jahre noch ein breiteres Spektrum an Berufen anbieten möchte, sei die Messe dieses Jahr wieder „rund“ gewesen und das Angebot breit gefächert. Dass so viele Kinder auch mit ihren Eltern erschienen, ist für sie ebenfalls schön und wichtig. Die Zusammenarbeit mit Schüler, Eltern und Lehrkräften ist für sie im Prozess der Berufsorientierung essentiell. Das Fazit des Schulleiters ist ebenfalls eindeutig: die Messe war ein großer Erfolg. Der persönliche Kontakt, den die Schüler hier mit den Unternehmen aufnehmen können, begleitet von Lehrkräften und Jobcoachin, sei nach wie vor ein „fantastisches Format“.
TEXT & FOTOS Sina Christiansen



