Nora Lynn Woltermann, aus Lübeck, studiert Bachelor-Studiengang Architektur an der Technischen Hochschule Lübeck im 6. Semester.
„Für meine Berufswahl war ausschlaggebend, positiven Einfluss auf die Umwelt nehmen zu können. Ich habe mich schon immer gerne mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt und interessiere mir für technischen Fortschritt. Bei der Wahl des Studienfaches war mir wichtig, Kreativität und naturwissenschaftliches sowie technisches Wissen miteinander zu verknüpfen. Ich wollte nicht nur am Schreibtisch sitzen müssen, sondern wollte im späteren Berufsleben vielseitig arbeiten. Außerdem arbeite ich gern im Team, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Wenn aber alle an einem Strang ziehen, kommt man zu viel besseren Ergebnissen.
Das Besondere an dem Beruf ist für mich, dass er sehr vielseitig ist. Ich kann zwischen künstlerischem oder konstruktivem Schwerpunkt wählen. Die Aufgaben des Architekten sind sehr vielseitig und reichen von der Gestaltung eines Gebäudes bis zur Bauleitung auf der Baustelle. Mir ist es wichtig, an allen Schritten teilhaben zu können. Also von dem Entwurf über Planzeichnungen bis zum Bau. Dabei noch den umweltrelevanten Teil – wie zum Beispiel die energetische Qualität, Ökologie und Nachhaltigkeit des Ganzen – im Blick zu haben, ist meines Erachtens die Kunst eines guten Architekten.
Das Studium an der TH Lübeck ist sehr übersichtlich, was auf die relativ geringe Zahl der Studierenden zurückzuführen ist. Dadurch ist die Betreuung durch die Professoren im Vergleich zu anderen Hochschulen sehr gut. Teamarbeit in den Projekten ist wichtig, zumal das eine gute Vorbereitung auf den späteren Berufsalltag ist. Die Perspektiven nach dem Studium sehen ganz gut aus, wenn man sich engagiert. Es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Energieberatung und ökologisches/nachhaltiges Bauen. Aufstiegschancen sind möglich, wenn man sich dafür ins Zeug legt.
Neben meinem Studienalltag bin ich noch künstlerisch tätig und fahre auf Kongresse oder Messen als Erstsemestertutorin für Sozialkompetenzen, so dass für Freizeitaktivitäten nicht mehr so viel Zeit bleibt. Zum Ausgleich treffe ich mich mit Freunden, gehe joggen oder entspanne mich einfach.“
TEXT Joachim Welding
FOTO Privat

