How to Erstsemester – So gelingt der Studienbeginn

How to Erstsemester – So gelingt der Studienbeginn

Besonders in der Anfangszeit haben es Erstsemester an einer Uni nicht gerade leicht. Eine unbekannte Umgebung, neue Menschen und ungewohnte Abläufe können da schnell verunsichern. Um diese Zeit zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Fragen für einen reibungslosen Studienbeginn beantwortet – und eine Übersicht mit zentralen Begriffen aus dem Uni-Alltag erstellt.

Der Eintritt ins Studium

Damit Studieninteressierte pünktlich zum Wintersemester – dann beginnen nämlich die meisten Studiengänge – mit dem Studium beginnen können, sollten unbedingt die Bewerbungsfristen eingehalten werden. Für einen Studienplatz mit Zulassungsbeschränkung kann man sich vom 15.04. bis zum 15.07. bewerben. Für zulassungsfreie Studiengänge findet die Bewerbungsphase je nach Uni von Mitte August bis Mitte Oktober statt.

An den meisten Unis bewirbt man sich über ein Bewerbungsportal. Zu einer Bewerbung gehören auf jeden Fall das Antragsformular und der Nachweis der Hochschulreife. Je nach Studiengang oder Universität kann der Umfang der Bewerbung aber variieren.

Sobald die Zusage der Hochschule gekommen ist, können die zukünftigen Studierenden sich immatrikulieren, also einschreiben. Meist muss man dies persönlich tun. Das Zulassungsschreiben sollte dabei genau durchgelesen werden, um keine wichtigen Dokumente zu vergessen.

Hilfe, mein Kontostand! Wie beantrage ich Bafög?

Bafög zu beantragen, ist oft eine Wissenschaft für sich. Am besten wird ein Beratungstermin mit dem Bafög-Amt oder einem ASTA-Mitglied vereinbart. Dort sind dann auch die Antragsformulare für die Studierenden verfügbar. Eine weitere Möglichkeit ist der Online-Antrag. Viele Studentenwerke bieten bereits ein Online-Portal mit praktischen Hilfestellungen beim ausfüllen an. Sollte man kein Bafög erhalten, kommen vielleicht Stipendien oder Förderkredite infrage.

Was, wann, wo? Mit Überblick zum Stundenplan

Um einen Stundenplan zu erstellen, muss zunächst klar sein, welche Kurse überhaupt belegt werden müssen. Eine Übersicht steht im sogenannten Studienverlaufsplan, der sich in der Studienordnung befindet. Der Plan listet auf, welche Seminare und Vorlesungen für die jeweiligen Semester vorgesehen sind. Für einen Bachelorabschluss sind in der Regel 180 Credit Points nötig. Pro Semester sollte man also etwa 30 Credit Points erreichen. Auf der Website der jeweiligen Hochschule stehen die passenden Kurse und Vorlesungen, die dann zu einem Stundenplan zusammengestellt werden können.
Wichtig ist, sich in der Anmeldephase für die jeweiligen Kurse auch einzutragen. Dabei sollte man aber schnell sein. Da viele Kurse schnell voll sind, ist eine rasche Entscheidung ratsam.

Ein Semester – was ist das eigentlich?

Ein Semester dauert immer sechs Monate und lässt sich in drei Teile gliedern: die Anmeldephase, die Vorlesungszeit und die Prüfungsphase.
Während der Anmeldephase trägt man sich für seine Seminare und Vorlesungen ein, dies geschieht meist über das jeweilige Hochschulportal. In der Vorlesungszeit finden diese dann statt. Am Ende eines jeden Semesters steht schließlich die Prüfungsphase an, in der man seine Klausuren und Hausarbeiten schreibt.

Mitarbeiter des Monats – Wie bekomme ich einen Job?

Ein Job bringt nicht nur Geld, sondern auch jede Menge wichtige praktische Erfahrungen. Geeignete Jobs kann man in der Jobbörse der Universität oder am schwarzen Brett in der Mensa finden. Auch auf der Internetseite des Arbeitsamts kann man gezielt nach Werkstudentenjobs in der Region suchen.

Oase der Ruhe oder Partyzentrale: Wie finde ich eine Wohnung?

Gerade zu Semesterbeginn ist die Wohnungssuche eine wahre Herausforderung. Anstatt sich eine eigene Wohnung zu suchen, kann man sich auch beim Studentenwerk auf einen Platz in einem Wohnheim bewerben. Eine andere Möglichkeit ist das sogenannte Wohnen für Hilfe, das heißt man lebt mit einer älteren Person oder einer Familie zusammen und bezahlt seine Miete durch vereinbarte Hausarbeiten. Wer schnell den Kontakt zu anderen Studenten sucht, für den ist wohl eine Wohngemeinschaft genau das Richtige. Angebote sind in der Regel auf den gängigen Internetportalen oder am schwarzen Brett zu finden.

Neue Stadt, neue Freunde: Wie knüpfe ich neue Kontakte?

Viele ziehen für ihr Studium von zuhause weg– neue Freunde zu finden ist da manchmal gar nicht so leicht. Besonders die Veranstaltungen für Erstsemester eignen sich, um schnell mit anderen in Kontakt zu treten. Man erhält nicht nur organisatorische Infos, sondern es finden ebenfalls Kneipentouren und Campus-Rallyes statt. Auch die Freizeit- und Sportangebote der Universität eignen sich hervorragend, neue Leute kennenzulernen, die meisten Erstsemester sind neu in der Stadt und suchen Freunde.

Lost on Campus? Tipps zur Orientierung

Ein Uni-Campus kann auf den ersten Blick sehr unübersichtlich wirken. Deshalb sollte man unbedingt an den Campus- und Bibliotheksführungen teilnehmen. Neben wichtigen Infos über die Uni erfahren Erstsemester dort oft wertvolle Insider-Tipps rund ums Campusleben.

In den Wochen vor Semesterstart finden sogenannte Orientierungswochen statt. Man wird nicht nur inhaltlich auf das Studium vorbereitet, sondern kann sich auch über Abläufe an der Universität informieren und sich mit Kommilitonen austauschen.

 

Glossar

Akademisches Viertel – steht hinter einer Veranstaltung die lateinische Kürzung c.t. (cum tempore – mit Zeit) bedeutet das, dass sie eine viertel Stunde später anfängt. 8 Uhr c.t. – 8:15 Uhr
Achtung! Steht dahinter ein s.t. (sine tempore – ohne Zeit) beginnt die Veranstaltung wie angegeben.

Asta – Allgemeiner Studierendenausschuss (vertritt die Interessen der Studierenden)

Credit Points – das sind die Leistungspunkte, die man für sein Studium braucht

 Fachschaft – Studentenvertretung für den jeweiligen Studiengang

Kommilitonen – so werden die Mitstudenten genannt

Kolloquium – fachliche Gesprächsrunde ohne feste Formalien

Matrikelnummer – die Identifikationsnummer im Studentenverzeichnis. Diese Nummer sollte man sich unbedingt merken, da sie oft angegeben werden muss. Für Vergessliche: sie steht auch auf dem Studentenausweis.

SWS – Semesterwochenstunden, eine SWS dauert in der Regel 45 Minuten, für die meisten Seminare sind deshalb 2 SWS angegeben (90 Minuten in der Woche)

Immatrikulation – die Anmeldung an einer Hochschule

Exmatrikulation – die Abmeldung von einer Hochschule

 

 

TEXT Elisabeth Witten
ILLUSTRATIONEN Cosmaa