historycast: „Wer muss raus, wer darf rein? Geschichte der deutschen Staatsbürgerschaft“

historycast: „Wer muss raus, wer darf rein? Geschichte der deutschen Staatsbürgerschaft“

Was bedeutet es, „deutsch“ zu sein – und wer durfte es im Laufe der Geschichte werden? In diesem historycast spricht Almut Finck mit dem Historiker Dieter Gosewinkel über die Geschichte der deutschen Staatsbürgerschaft und zeigt, wie eng Zugehörigkeit, Rechte und Identität miteinander verwoben sind.

„Falk: […] Nichts geht über das laut denken mit einem Freunde. […] Glaubst Du, daß die Menschen für die Staaten erschaffen werden? Oder dass die Staaten für die Menschen sind?
Ernst: Jenes scheinen einige behaupten zu wollen. Dieses aber mag wohl das Wahrere sein.
Falk: So denke ich auch. – Die Staaten vereinigen die Menschen, damit durch diese und in dieser Vereinigung jeder einzelne Mensch seinen Teil von Glückseligkeit desto besser und sichrer genießen könne […].“

Schon der Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) vertrat in seiner Schrift „Ernst und Falk“ (1778) die Auffassung, dass die Angehörigkeit zu einem Staat als ein Rechts- und Schutzverhältnis zu betrachten ist. Ganz in diesem Sinn garantiert das Grundgesetz in Artikel 16, 1 kurz und bündig: „Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden“.

Dass ein solches Schutzrecht historisch betrachtet jedoch keineswegs selbstverständlich war, thematisiert Almut Finck im Gespräch mit dem Historiker Dieter Gosewinkel im historycast „Wer muss raus, wer darf rein? Geschichte der deutschen Staatsbürgerschaft“.

Zu diesem Podcast wie zu den folgenden erscheinen ebenfalls Unterrichtsmaterialien.
Der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer bietet darüber hinaus Online-Fortbildungen zum historycast an.

Hier gibt es viele weitere spannende historycasts zu finden.

LITERATUR
G. E. Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freimaurer, Frankfurt Main 1968

TEXT Erhard Mich
ILLUSTRATION © Irmela Schautz, www.irmela-Schautz.de