#Bildungsimpulse
Impulse für ein humanistisches Bildungsverständnis
„Oberstes Ziel von Bildung ist es, den Menschen zu
einer mündigen und freien, das heißt einer zur
Verantwortung fähigen Person heranzubilden.“
Deutscher Ethikrat
Gerade im 21. Jahrhundert, angesichts der Megatrends von Globaliserung und Digitalisierung, spielt – um an ein Wort Herders zu erinnern – Schule als „Werkstatt des prüfenden Geistes“ eine Schlüsselrolle. Allein mit gegoogelten Informationen und/oder KI-generierten Texten ist eine Sache längst nicht erschlossen, geschweige denn verstanden. Schule ist ein sozialer Raum, in dem Verstehen gemeinsam gelehrt und gelernt werden sollte.
Wissbegierde – Urteilsbildung – Orientierungswissen
„Ein humanistisches Bildungsverständnis beruht auf dem Ideal der Autonomie. […] Eine entwickelte Urteilskraft und Entscheidungsfähigkeit sind Voraussetzungen für ein autonomes Lernen.“ (Nida-Rümelin) Schule ist ein zentraler Ort, an dem junge Menschen empirisches und normatives Orientierungswissen erleben und sich aneignen können.
Berufsorientierung ist Urteilsbildung!
Der Berufsorientierungsunterricht besitzt unseres Erachtens einen besonderen Stellenwert, indem er in einem ganz existentiellen Sinn das Urteilsvermögen junger Menschen fördert, die sich auf die Suche begeben, um ihren beruflichen Lebensweg zu finden.
Unter der Rubrik #BILDUNGSIMPULSE veröffentlichen wir Beiträge, die grundsätzliche pädagogische und bildungspolitische Aspekte reflektieren.
LITERATUR
- Deutscher Ethikrat: Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz. Stellungnahme, Berlin 2023
- Lutz Koch: Lehren und Lernen. Wege zum Wissen, Paderborn 2015
- Julian Nida-Rümelin: Philosophie einer humanen Bildung, Hamburg 2013
- Andreas Gruschka (Hg.): Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen, Opladen, Berlin & Toronto 2015
TEXT Erhard Mich


