NEUE BANKER BRAUCHT DAS LAND

NEUE BANKER BRAUCHT DAS LAND

Entschuldigung, ich arbeite bei der Bank… Noch vor 20 Jahren waren Banker angesehene Leute. Fast wehmütig erinnern sich unsere Eltern an die Zeiten sehr vornehmer, aber unbestechlicher Bankiers. Ihnen folgten die guten Banker, die als Treuhänder des Kredits, den ihnen ihre Kunden einräumten, Recht, Gesetz und Moral achteten. Kostete es, was es wolle. Hand drauf.

Vor etwa zehn Jahren kamen dann die „Bangster“. Mit unglaublicher Gier bereicherten sie sich selbst und legten reihenweise Sparer und Anleger rein, mit Produkten, die riesige Verluste erlitten. So groß, dass manche Banken an den Rand der Pleite gerieten. Schlimmer noch, sie spekulierten sogar darauf, dass der Steuerzahler ihre Pleite verhindert, damit nicht alle Sparer und Anleger, und die ganze Wirtschaft dazu, in die Katastrophe schlittern. Viele hundert Milliarden hat das gekostet. Es soll Banker geben, die nach diesem Stress von einem ruhigen Leben als Farmer träumen.

Könnten sie ja, in Schleswig-Holstein. Denn obwohl die Banken einen Totalschaden erlitten, haben es die bodenständigen Banken hier in der Region noch gut. Sie mögen es zurzeit auch gar nicht, überhaupt Banken genannt zu werden und haben weiterhin großen Personalbedarf.

Denn neue Banker braucht das Land wirklich. Dazu braucht es eine neue Generation von Bankern, in deren Fokus der Kunde und seine Bedürfnisse stehen. Der neue Banker und die neue Bankerin sind wieder kompetente Problemlöser, engagierter Kümmerer und zuverlässige Partner für das sauer verdiente Geld der Leute. Egal, ob Großkonzern, Handwerksbetrieb oder Fietes Oma. Es wird spannend die nächsten Jahre. Wer dann mit Ausbildung und/oder Studium fertig ist, hat sicher bessere Karten.