Gießereimechaniker/in

Kennst du die Serie „Game of Thrones“ und „Das Lied von Eis und Feuer“? Als Gießereimechaniker/in arbeitest du in der Welt von „Schweiß und Feuer“ und stellst Gussteile aus flüssigem Metall her! Dazu trägst du eine silberfarbene, stark isolierende Hitzeschutzkleidung, einen Schutzhelm und gehörst zu den gefragten Fachkräften im Metallhandwerk.

Worum geht’s?

Die Ausbildung zum/r Gießereimechaniker/in wird – je nach Ausrichtung des Ausbildungsbetriebs – in unterschiedlichen Fachrichtungen angeboten: Druck- und Kokillenguss, Feinguss, Handformguss, Kernherstellung, Maschinenformguss oder Schmelzbetrieb. Du lernst, metallische Arbeitsstücke aus Aluminium, Kupfer oder Stahl zu gießen. Dazu legst du eine „Metallschmelze“ an, die das Metall flüssig macht. Anschließend gießt du das Metall in Formen und löst das Werkstück nach der Erkaltung aus der Form. Zum Schluss überprüfst du die Qualität des Gusses und schleifst oder feilst das Metall zurecht. Um dich vor der großen Hitze zu schützen, trägst du permanent eine Schutzkleidung.

Die besten Voraussetzungen?

Um eine Ausbildung zum/r Gießereimechaniker/in zu beginnen, gilt der Erste allgemeinbildende Schulabschluss als ausreichende Voraussetzung. Ein Interesse an Mathematik, Chemie, Physik und Technik wird dir helfen, die Aufgaben in Betrieb und Berufsschule zu bewältigen. Wichtig ist eine robuste Gesundheit, denn auch die praktische Ausbildung ist körperlich anstrengend und mit einer hohen Lärmbelastung verbunden. Die Arbeit als Gießereimechaniker/in erfordert aber ebenso eine besondere Konzentrationsfähigkeit sowie exaktes Arbeiten, denn einzelne Gussteile werden später zusammengesetzt und müssen in den jeweiligen Maschinen millimetergenau passen.

Woraus besteht die Ausbildung?

Du lernst, metallische Werkstücke manuell oder maschinell herzustellen und zu bearbeiten. Außerdem erhältst du Kenntnisse über Bindemittel, Grund- und Zusatzstoffe, Säuren, Laugen, Emulsionen, Salze und Lösungen, die in der Gießereitechnik eingesetzt werden. Je nach Schwerpunkt erfährst du, wie Gießereianlagen eingerichtet, Gussformen hergestellt und chemische Prozesse optimiert werden. Der Ausbildungsberuf wird überwiegend in Industriebetrieben angeboten, zum Beispiel bei Maschinen- und Motorenherstellern.

Welche Perspektiven gibt es?

Weiterbildung lohnt sich! Bereits während der Ausbildung kannst du Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“. Nach der Ausbildung gibt es Karrierepfade zum/r Industriemeister/in der Fachrichtung Gießerei oder zum/r staatlich geprüften Techniker/in. Wer studieren möchte, kann sich durch ein Maschinenbaustudium zum/r Ingenieur/in qualifizieren.

∗ Einschätzungen der Bundesagentur für Arbeit, Stand Juli 2019. Angaben können je nach Ort und Betrieb abweichen.

 

TEXT Christian Dorbandt
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