Verwalten war gestern – gestalten ist heute

Verwalten war gestern – gestalten ist heute

Interview mit Inke Clausen, Fachdienst Personal, Personalentwicklung, im Kreis Nordfriesland, Husum

Was ist und was macht der Kreis Nordfriesland?
Der Kreis Nordfriesland ist einer der größten Arbeitgeber in Nordfriesland und beschäftigt momentan knapp 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Kreishaus in Husum arbeiten davon 418 Mitarbeiter/innen. Der Kreis ist Dienstleister sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die kreisangehörigen Städte, Ämter und Gemeinden. Das Feld unserer Tätigkeiten ist riesig groß – es geht z.B. um Bauangelegenheiten, Sozialleistungen, Jugendhilfe, Kultur, Schule/ Sport, Umwelt, Finanzen, Straßen-, Verkehrs- und Führerscheinwesen, Kraftfahrzeugzulassung, Gesundheit, Lebensmittelüberwachung, Tierseuchenbekämpfung und Tierschutz. Eine vollständige Aufzählung würde den Rahmen sprengen.

Warum soll ich mich gerade im Kreis Nordfriesland bewerben?
Immer wieder höre ich: „Ich bin zum Kreis NF gekommen, weil die Ausbildung hier einen guten Ruf hat.“ Und das zeichnet uns auch wirklich aus. Ich baue früh eine Bindung zu den Bewerbern auf, damit unsere gemeinsame Zeit ab 01.08. gut beginnt. Die verschiedenen Ausbilder im Hause engagieren sich sehr für die jungen Leute.

Was noch?
Der Kreis Nordfriesland bietet mit seiner Aufgabenvielfalt abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten, so dass für jede Neigung etwas dabei ist. Wenn besondere Umstände gegeben sind, gibt es bei uns auch die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung. Nach der Ausbildung bietet der Kreis Raum für Veränderung, einen sicheren, familienfreundlichen Arbeitsplatz und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, für die es sowohl interne als auch externe Angebote gibt (in S-H aber auch in Berlin …).

Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
 Im öffentlichen Dienst müssen wir nach objektiven Kriterien entscheiden und da sind in der Regel die Zeugnisnoten maßgeblich. du Dazu kommt dann unser sogenanntes „Plus-Minus-System“. Wenn jemand zum Beispiel ehrenamtlich engagiert ist, dann gibt es Plus-Punkte oder wenn jemand zu viele Fehler im Bewerbungsschreiben hat, dann gibt es Minuspunkte. So können die Chancen sich z.B. verbessern. Darauf folgen ein mündlicher Einstellungstest mit einem kleinen Assessment-Center und ein Vorstellungsgespräch. Beim Test machen wir kleine Übungen, durch die wir die Bewerberinnen und Bewerber kennenlernen. Den meisten jungen Menschen gefällt das sehr gut. Es wird z.B. viel Wert auf Teamarbeit gelegt.

Teamarbeit ist wichtig?
Ja – ein gutes Miteinander ist uns sehr wichtig. Darum machen wir zu Beginn der Ausbildung ein Einführungsprogramm und dazu  gehört auch ein aktiver Teamtag, an dem wir uns eine Trainerin oder einen Trainer dazu holen und das Thema „Teamarbeit“ im wahrsten Sinne des Wortes erarbeiten. Da gibt es dann einen theoretischen wie aber auch jede Menge Übungen, die allen unglaublich viel Spaß die machen. Das schweißt ganz gut zusammen. Es sind dann alle drei Jahrgänge dabei und es entsteht ein Miteinander, wie wir es sonst in der Ausbildungszeit nicht erreichen könnten. Die jungen Leute gehen als Fremde in den ersten Tag und beenden das Programm als Gemeinschaft. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die älteren  Jahrgänge die jüngeren Azubis unterstützen, wenn diese Fragen haben. So fordern und fördern sie sich gegenseitig.

TEXT Katja Möller
FOTOS Udo Zilm