Schülerstimmen der Isarnwohld-Schule Gettorf

Schülerstimmen der Isarnwohld-Schule Gettorf

I’m on my way!

Mirco, Colin, Mara, Romy und Felix von der Isarnwohld-Schule stehen – wie viele andere Schüler der Abschlussklassen – kurz vor dem Start ins Berufsleben. Sie haben sich viele Gedanken darüber gemacht, wie der Weg weiter gehen könnte. Einige von ihnen wissen schon genau, was sie wollen und was nicht. Andere möchten das letzte Jahr noch nutzen, um mehr Klarheit zu gewinnen. Alle haben aber eines gemeinsam: sie schauen optimistisch nach vorne und wissen, dass sie nichts auf ihrem Weg aufhalten kann.

Mirco, Klasse 10, 16 Jahre

Vor Stress im Job hat Mirco keine Angst …

Mirco wird eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik bei den Stadtwerken Kiel beginnen. Über die Ausbildungsinhalte und den Ablauf der Arbeit hat er sich im Vorfeld genau informiert. Er tritt in die Fußstapfen seines älteren Bruders, der die gleiche Ausbildung gemacht hat, und ist jetzt gespannt, wie diese Zeit nun genau verlaufen wird. Er freut sich auf seine Zukunft und sieht ihr gelassen entgegen. Wenn alles so klappt, wie er es sich vorstellt, möchte er auf jeden Fall seinen Meister machen. Für ihn bietet gerade ein technischer Beruf viele Chancen, und die Stadtwerke garantieren ihm Jobsicherheit, die ihm sehr wichtig ist.

Obwohl er schon weiß, was er machen will, hat ihm die Arbeit im BO-Unterricht viel gebracht und er fand auch den Besuch der Berufsberatung sehr interessant. Sein Praktikum hat Mirco in einer Elektrofirma in Gettorf gemacht und von einigen Mitschülern gehört, dass auch sie ihre Praktikumsstellen hilfreich fanden. Für die Messe wünscht er sich eine größere Beteiligung von kleineren Firmen, um, wie er sagt, dem Fachkräftemangel besser begegnen zu können.

Mirco möchte sich auf jeden Fall auch über Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich Elektronik informieren, um einfach einen Plan B in der Tasche zu haben. Diese Umsichtigkeit hilft ihm wohl auch im Amt als Schülersprecher, das er schon im zweiten Jahr übernimmt. Sein Anliegen ist es, etwas in der Schule zu bewegen. Ob es um die Stundentaktung geht oder die Beschaffung von digitalen Endgeräten, Mirco ist mit Engagement bei der Sache und ruft zum Beispiel Arbeitskreise mit Schülern, Lehrern und Elternvertreter ins Leben, um die Themen im Sinne der Schulgemeinschaft voranzutreiben.

In zehn Jahren hofft er, eine erfolgreiche Karriere hingelegt zu haben und ein Haus zu besitzen. Sein Hobby Motorradfahren, wird er nie aufgeben, und er sieht sich mit einer Harley nach Kopenhagen düsen und dabei klassische Musik hören.

 

Colin, Klasse 10, 15 Jahre

sprüht vor Ideen und besitzt eine mitreißende Art …

Colin ist bei der Jugendfeuerwehr, seitdem er sechs ist. Ältere Kollegen bei der Feuerwehr weckten sein Interesse für den Beruf Notfallsanitäter. Wenn er auf der Isarnwohld-Schule  seinen Abschluss erreicht hat, macht er erstmal ein FSJ beim Rettungsdienst, um zu schauen, ob sein Berufswunsch tatsächlich etwas für ihn ist. Ansonsten käme auch eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter und dann bei der Polizei im Innendienst für ihn in Frage.

In seiner Freizeit trifft er sich am liebsten mit Freunden, was er angesichts seiner sechsköpfigen Familie als etwas ruhiger bezeichnet. Das Einzelgespräch bei der Berufsberatung hat ihn begeistert, denn er hat viel praktische Hilfestellung zur Bewerbung und zum FSJ bekommen. Jetzt nimmt seine berufliche Orientierung richtig Fahrt auf. Zusätzlich wird er sich auch auf der DIGI.BO und auf ME2BE umschauen, wo zum Beispiel Porträts seinen Berufswunsch noch näher beleuchten können. Er möchte später als Notfallsanitäter in der Umgebung bleiben, aber aus Befangenheit nicht in seinem Heimatort Einsätze fahren müssen. Bei der Feuerwehr will er auch weitermachen, hier gefällt ihm der Teamgeist und speziell die Jugendarbeit, die es ermöglicht, für die jungen Leute am Ort etwas zu bewegen.

In zehn Jahren möchte Colin mit eigener Familie in Gettorf wohnen. Der Feuerwehr wird er treu bleiben und sich in Ämtern engagieren. Sein Traum ist ein Helikopterflug in den Bergen, und wer weiß, vielleicht kann er dann später mal bei den Kollegen von der Bergwacht mitfliegen.  

 

Mara, Klasse 10, 15 Jahre

ist Mannschaftskapitänin im Volleyballverein und träumt vom Motorradführerschein…

 

Mara möchte am liebsten zur Polizei. Ihr Vater arbeitet auch dort, und so hat sie schon viel von den Anforderungen des Berufs und nähere Einblicke mitbekommen. Sie arbeitet gerne im Team und besitzt eine natürliche Durchsetzungsgabe, um die Dinge, die sie sich vornimmt, auch zu erreichen. Sie hat keine Angst vor zukünftigen brenzligen Situationen, denn sie weiß, dass die Polizeiausbildung einen auf schwierige Situationen gut vorbereitet.

In ihrer Freizeit fährt sie am liebsten mit der Familie Motorrad und hält sich zusätzlich zum Volleyballtraining mit Laufen und Kraftsport fit. Im BO-Unterricht fand sie das Berufscoaching ganz spannend, auch wenn ihr Testergebnis ‚Chemielaborantin’ nichts mit ihrem Berufswunsch zu tun hat. Ihr Praktikum im Reitstall, um sich den Beruf Pferdewirt mal anzuschauen, hat ihr gefallen, aber langfristig wäre das nichts für sie. Da sie gerne den direkten Kontakt zu anderen Menschen hat und sich nicht nur auf digitale Berufsportale verlassen möchte, wünscht sie sich auf der Messe ein Informationsgespräch am Stand der Polizei, um alle wichtigen Fragen persönlich stellen zu können.

In zehn Jahren sieht sie sich als junge Polizistin und kann sich dann eine Wohnsituation in einer WG gut vorstellen. Wirklich weit weg wohnen von ihrer Heimat will sie nicht und natürlich mit einem eigenen Motorrad unterwegs sein.    

 

Romy, Klasse 10, 16 Jahre

ist ein Wirbelwind und eine wahre ‚Wundertüte’ im Bereich Berufswünsche…

 

Romy sprudelt nur so vor Ideen. Sie kann sich einen Beruf als Kinderchirurgin, Mediendesignerin, Sparkassenangestellte oder Immobilienkauffrau vorstellen. Aber so richtig in Fahrt kommt sie, wenn sie von ihrem IPad, den grafischen und kreativ-künstlerischen Möglichkeiten und der Selbstorganisation ihrer Schulmaterialien in Dateiform erzählt. Für sie ist die Digitalisierung ein Segen. Sie wünscht sich möglichst viel Aufregung und Abwechslung im Job und viel Freiraum. Die Messe hält Romy für eine gute Sache, da sie es hier mit echten Personen und ihren Erfahrungswerten zu tun hat. Sie mag auch digitale Orientierungsportale, weil sie ihrer Meinung nach spannender als Bücher gestaltet sind.

Wo sie sich in zehn Jahren sieht, weiß sie noch nicht. Zuerst möchte sie sich auf die Schule konzentrieren und lässt sich überraschen, was kommt. Einen konkreten Wunsch hat sie dann aber doch: sie möchte einmal Fallschirmspringen!  

 

Felix, Klasse 10, 16 Jahre

ist sehr bodenständig und heute schon fast wunschlos glücklich…

Felix gehört zu denen, die ganz klar in den elterlichen Betrieb einsteigen werden. Er sieht seine Zukunft in der Tischlerei, die er dann zusammen mit seinem älteren Bruder führen will. Genug Arbeit gibt es auf dem großen Betriebshof, der mit seinen Mähdreschern zusätzlich bei der Erntearbeit der Nachbarn hilft. Felix hat seinen Treckerführerschein und ist immer mit Begeisterung am Start. Felix’ weitverzweigte Verwandtschaft führt ebenfalls Handwerksbetriebe, so dass Hand in Hand gearbeitet wird; ein ganzer Hausbau mit den verschiedenen Gewerken wäre also kein Problem.

Für Felix stand es nie in Frage, Handwerker zu werden. Er mag ‚schmutzige Hände’, und dass er am Ende des Tages ein Ergebnis sieht. Während eines Praktikums als Landmaschinenmechaniker hat er festgestellt, dass er die Arbeit mit Holz definitiv vorzieht. Obwohl er körperlich viel arbeitet, powert er sich zusätzlich auch gerne bei seinem Hobby Fußball aus. Als Stürmer im Verein hat er hierzu genug Gelegenheiten. Berufsorientierung ist aufgrund seines festen Plans nie ein Thema gewesen, aber Felix findet die anstehende Messe für seine Mitschüler eine gute Sache. Und mal bei einem fremden Tischlereibetrieb Infos einzuholen, kann ja auch ihm nicht schaden.

In zehn Jahren wünscht er sich, die Firma zu führen und mit Frau und vielleicht einem Kind in einem schönen Häuschen in Bornstein zu leben.  

 

TEXT Anja Nacken
FOTO Sebastian Weimar