Rendsburg: Die Azubis vom Bürgermeister

Rendsburg: Die Azubis vom Bürgermeister

Frederike wird Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Rendsburg

Frederike wird Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Rendsburg

Frederike aus Westerrönfeld, im 1. Lehrjahr bei der Stadt Rendsburg als Verwaltungsfachangestellte.

„Das Besondere an unserem Beruf ist, dass er sehr vielfältig ist. Es gibt viele verschiedene Aufgabenbereiche im Rathaus, zum Beispiel in der Bauverwaltung: Akten führen, Rechnungen für Baumaßnahmen buchen. Oder im Bürgerbüro: An- und Ummelden der Bürger oder auch Personalausweise und Reisepässe beantragen. Bei der Ausbildung durchlaufen wir Azubis alle Fachbereiche im Rathaus. Der Stoff in der Berufsschule wird im Blockunterricht vermittelt und ist recht anspruchsvoll, weil viel mit Gesetzen gearbeitet wird. Wer in der Verwaltung seine Zukunft sieht, sollte Spaß am Umgang mit Menschen haben und gerne mit dem Computer arbeiten. Ich habe meinen Wunschberuf übrigens bei einem Praktikum in einer Verwaltung näher kennengelernt – das empfehle ich allen, die auch mit diesem Beruf liebäugeln. Meine Familie und meine Freunde fanden meine Entscheidung gut, schließlich arbeitet auch mein Vater in einem Verwaltungsberuf. Zur Entspannung nach der Arbeit nehme ich mir gerne Bücher vor und lese nach Herzenslust.“

Gabi wird Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek bei der Stadtbücherei Rendsburg

Gabi wird Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek bei der Stadtbücherei Rendsburg

Gabi aus Wacken, im 3. Lehrjahr bei der Stadtbücherei Rendsburg als Fachangestellte für Medien und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek.

„Dank eines Praktikums nach der Berufsberatung der Agentur für Arbeit habe ich den richtigen Beruf für mich gefunden – in der Stadtbibliothek! Es passte einfach alles. Ich wusste vorher nicht, was ich machen möchte, aber dort habe ich mich rundum wohl gefühlt. Ich habe schon immer viel gelesen und war auch als Kind eine Zeit lang regelmäßig in der Bücherei. Was dort zu tun ist? Hauptaufgaben sind natürlich zum einen die Ausleihe und Rücknahme von Medien, die Anmeldung neuer Kunden und die Beratung. Die Arbeitszeiten sind etwas anders als üblich, weil man auch Spät- und Samstagsdienste übernehmen muss. Eine öffentliche Bücherei ist kein Arbeitsplatz, an dem ich im Büro stur meine Aufgaben erledige und keinerlei Kontakt mit Menschen habe. Diese Vorstellung existiert in vielen Köpfen noch. Doch durch die Veranstaltungsarbeit, Beratungen, Ausleih- oder Informationsdienste hat man viel mit Kunden zu tun – das macht mir viel Spaß. Am besten macht ihr euch selbst ein Bild, um zu entscheiden, ob der Beruf passt. Nach Feierabend lese ich (natürlich!) gern. Aber auch auf dem Pferderücken fühle ich mich wohl.“

TEXT Joachim Welding
FOTOS Laura Hasl