Mein Paradies: Neuseeland

Mein Paradies: Neuseeland

Es ist ein Jahr her, dass ich meine Koffer gepackt habe und alles hinter mir ließ. Ich habe mich von meiner Familie und Freunden aus Kiel verabschiedet und kam in ein Land, welches mir nur aus Filmen und Reisemagazinen bekannt war. Aber alle meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen, nachdem ich es mit eigenen Augen sah…

Ich habe in meinen Schulferien eine Rundreise um die Südinsel unternommen und meiner Meinung nach hat Neuseeland alles, von den hohen Bergen, wo sich die Skifahrer und Snowboarder bekriegen, bis hin zu den Stränden, wo sich das endlose Meer ans Land schmiegt. Es war klar, dass ich mich auf der Stelle in dieses magische Land und seine offenherzigen Bewohner verliebt habe. All dies ist so anders zu jedem Ort, an dem ich vorher gewesen bin. Es hat mir auch viel Freude bereitet, mehr über die Kultur zu lernen. Es ist so einfach „Kiwis“ (ein Spitzname der Neuseeländer) auf Grund ihrer freundlichen Art ins Herz zu schließen.

Wie es zum echten Kiwi-Lifestyle gehört, habe ich neue Sportarten ausprobiert. Kaum einer kennt Rugby in Deutschland, aber in Neuseeland… Wehe dem, der es nicht probiert hat. Mich hat das große Angebot an sportlichen und ästhetischen Hobbys beeindruckt. Man muss vieles einfach ausprobieren!

Ein junger Mann in Wanderausrüsttung lächelt in die Kamera. Das Training für die Ruderwettkämpfe war sehr anstrengend, aber jeden Sonntagmorgen draußen auf dem See, wenn die Sonne aufging, war es das wert. Was für ein Ausblick. Ich habe sogar Neuseelands Helden Mae Drysdale getroffen. Er gewann eine Goldmedaille bei den olympischen Spielen im Rudern und ich durfte diese sogar einmal halten.

Aber was war das beste oder größte Erlebnis? Ich war in verschiedenen Camps für OUE (Outdoor Education). Das war ein Gruppenleiterkurs und ich habe das Camp des 10. Jahrganges mit geleitet. Wir lernten dort eine Menge über die Leitung einer Gruppe, Freundschaften und Überlebenstechniken! Es ist schön, Personen so kennenzulernen, wie es einem bei diesen Camps möglich ist.

Ich habe die verschiedenen Wettkämpfe genossen. Wir wurden alle in verschiedene Häuser aufgeteilt, um in den Schulevents, wie Schwimmen, Singen, Athletic oder Tanzen, Punkte für unsere Häuser zu sammeln (ein bisschen wie bei Harry Potter). Ich war in Rees untergebracht, die übrigen Häuser waren Haast, Caples und Pyke. Am Ende jedes Vierteljahres wird so der Gewinner des Haus-Pokals ermittelt.

Ich weiß nicht mehr genau welcher Wettbewerb es war, der mich packte, aber aus irgendeinem Grund fing ich an, mich sehr intensiv sportlich zu betätigen. Ich habe noch nie vorher Crossfit probiert und jetzt kann ich nicht ohne! Das ist auch so eine Sache: Ihr solltet auf jeden Fall neue Sachen probieren, es könnte euch gefallen. Man lernt sich selbst erst richtig kennen, wenn man solch eine Erfahrung gemacht hat. Also geht hinaus in die Welt und erlebt es SELBST! Es wird euch verzaubern!

Ich dachte nicht, dass ich mich so viel verändern würde, aber ich hab mich in jeder Hinsicht zum Besseren verändert! Ich hab viele Sachen zum ersten Mal ausprobiert, zu all diesem wäre ich nie gekommen, wenn ich in Deutschland geblieben wäre: Paintball, ein Erste Hilfe-Kurs, eine Dose L&P (neuseeländische Limonade), Marmite und vieles mehr!

Aber das größte Highlight war der Formal, unser Schulball und die After-Party. Es war eine magische Nacht. Ich werde euch nicht mehr erzählen, geht da raus und seht, hört, schmeckt, fühlt… Erlebt es selbst!Es ist offensichtlich, dass ich mein Paradies, mein Panama, mein El Dorado oder wie immer ihr es nennen wollt, gefunden habe. Es ist zwar nur ein kleines Dorf in Central Otago, aber es ist das Herz der Südinsel! Und mein Herz hat Neuseeland im Sturm erobert – DANKE KulturLife für die tolle Zeit!“

TEXT & FOTO George Rohardt

KulturLife ist eine gemeinnützige Gesellschaft für Kulturaustausch mit Sitz in Kiel. Seit 1995 organisiert KulturLife Kurzaufenthalte, High School-, Work & Travel- und Volunteerprogramme weltweit und gibt damit Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, unterschiedliche Kulturen und fremde Lebensweisen zu erleben.