„hochschule 21“: Genial dual

„hochschule 21“: Genial dual

Im Trend: Duale Technik-Studiengänge an der „hochschule 21“ in Buxtehude

Viele denken, sie sei schon 21, dabei steht diese Zahl nur für die Postleitzahl von Niedersachsen. In Wirklichkeit ist sie erst 14 Jahre alt, sieht blendend aus, ist ziemlich beliebt und hochgebildet – die „hochschule 21“ in Buxtehude! Seit 2004 bietet die staatlich anerkannte private Fachhochschule an der Este attraktive Studienangebote in den Bereichen Ingenieurwesen und Gesundheit an. Rund 1.100 Studierende, 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon 30 Professoren und Dozenten lehren und lernen die Fächer Architektur, Bauingenieurwesen, Mechatronik, Gebäudetechnik und -automation, Wirtschaftsingenieurwesen Bau und Immobilien, Physiotherapie, Hebamme und Pflege. Die Besonderheit: Alle Studiengänge sind betont praxisorientiert und werden nur im dualen Modell angeboten.

hochschule 21

In der hochschuleigenen Werkhalle inspiziert Mechatronik-Student Julius den mobilen Roboter „Marwin“, der in einer mehrjährigen Forschungskooperation mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY entwickelt wurde. „Mein Traum ist es, mich als Entwicklungsingenieur mit ‚autonomer Mobilität’ zu beschäftigen“, erklärt der 20-Jährige. „Das Thema ‚Drohnen-Taxis’ finde ich momentan besonders spannend!“ Zwei Stockwerke höher erlernt Alexandra die Grundlagen von ‚Computer Aided Design’. Als angehende Ingenieurin für Gebäudetechnik und –automation wird sie unter anderem auf die Arbeit mit CAD-Software vorbereitet, um gebäudetechnische Simulationen digital zu erstellen. Die Inhalte beider Studiengänge berücksichtigen nicht nur die praktischen Erfordernisse ihrer Arbeitgeber, sondern bedienen auch aktuelle Forschungstrends; für Studierende eine attraktive Kombination.

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Mechatronik-Student Julius interessiert sich besonders für autonome Mobilität

Mechatronik – Technikstudium für ‚Allrounder

An der ‚hochschule 21‘ bilden wir die Ingenieurinnen und Ingenieure der Zukunft aus“, meint Professor Dr.-Ing. Thorsten Hermes. Seit 2012 lehrt er technische Informatik an der „hochschule 21“ und blickt, wie alle seine Kolleginnen und Kollegen, neben einer akademischen Ausbildung auch auf praktische Berufserfahrung zurück. Seinen Studierenden erklärt der promovierte Informatiker diese These folgendermaßen: „Was passiert, wenn in einer Firma eine hochkomplexe, technische Anlage ausfällt? Bisher versammelte sich ein ganzes Team, um das Problem zu lösen: Mechaniker, Elektrotechniker, ein Maschinenbauingenieur und eventuell noch ein Programmierer. Diesen Fachkräfteaufwand werden sich Unternehmen zukünftig nicht mehr leisten können. Stattdessen werden Generalisten begehrt sein, oder besser gesagt, technische Allrounder, wie unsere Absolventinnen und Absolventen der Mechatronik. Sie beschäftigen sich in ihrem Studium sowohl mit Elektrotechnik als auch mit Maschinenbau und Informatik, jenen klassischen Ingenieursdisziplinen, die in fast allen modernen technischen Systemen aufeinandertreffen.“

Hochschule 21

Nominiert als „Professor des Jahres 2017“: Thorsten Hermes, Professor für Technische Informatik

Im Studium der Mechatronik bilden wir die Ingenieurinnen und Ingenieure der Zukunft aus

Mehrere Aspekte stoßen bei den Mechatronik-Studierenden auf Begeisterung. „Der hohe Praxisbezug und die persönliche, beinahe familiäre Atmosphäre machen den Charme dieses Studiums an der ‚hochschule 21‘ aus“, meint Julius. „Die Hochschule besitzt eine hervorragende Ausstattung, sodass wir uns intensiv mit SPS- und μC-Programmierung, Bildverarbeitung, Robotersteuerung, CA-Simulation, LTSpice, Matlab, Simulink, SciLab und anderen spannenden Themen beschäftigen können. Zusätzlich haben wir jederzeit die Möglichkeit, unsere Labore und Werkhallenplätze zu nutzen, um zu üben oder an Projekten zu arbeiten. Der enge Kontakt zu den Dozenten hilft dabei und motiviert. Man fühlt sich wahrgenommen und auch wertgeschätzt.“

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Die „hochschule 21“ glänzt mit topmoderner Ausstattung sowie permanentem Zugang zu Werkstätten und Laboren

Apropos Projekte. Die „hochschule 21“ ist bekannt für aufsehenerregende Forschungsprojekte. Drei Beispiele: 1.) Im Rahmen des „SpaceBot- Cup“ vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Studierende den Roboter „SpaceBot21“, der in einem nachgestellten Szenario auf der Oberfläche eines fremden Planeten eine Reihe von anspruchsvollen Aufgaben bewältigen kann! 2.) Aus der viel beachteten Teilnahme am „SpaceBot- Cup“ ergab sich im Auftrag des Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY das Drittmittelprojekt „Marwin“. Entwickelt wurde hier der mobile Roboter „Marwin“, der autonome Inspektionen im berühmten Hamburger „Teilchenbeschleuniger“ durchführen kann. 3.) Das aktuelle studentische Projekt „Parkinson-Brille“ bietet einen vielversprechenden Ansatz für die Therapie von Parkinson-Patienten. Mithilfe der von Mechatronik- und Physiotherapie-Studierenden entwickelten Brille helfen audiovisuelle Reize, die Blockade des erkrankten Gehirns zu durchbrechen. Alle Projekte werden interdisziplinär erarbeitet und bilden eine wichtige Säule der dualen Studienangebote.

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Gebäudetechnik und -automation: Studium mit hohem Trendpotenzial

Gebäudetechnik und –automation ist der jüngste Studiengang an der „hochschule 21“, der erstmals im Wintersemester 2018/19 angeboten wird. Worum geht es? Das Studium umfasst Grundlagen der Disziplinen „Bauwesen“ und „Mechatronik“ sowie die intensive Beschäftigung mit dem Thema „Gebäudetechnik“. Das Trendpotenzial ist groß! Die Einsparmöglichkeiten in der Gebäudeautomation durch Digitalisierung und intelligente Systeme sind gewaltig. Inhaltlich begegnen den aktuell fünfzehn Studierenden alle Themen, mit denen sich Ingenieurinnen und Ingenieure auskennen müssen: Konzept, Entwurf, Bemessung und Konstruktion von Gas-, Elektro- und Wasserinstallationen sowie Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Absolventen werden nach dem Studium dazu in der Lage sein, sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung und Unterhaltung gebäudetechnischer Anlagen mitzuwirken.

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Alexandra studiert Gebäudetechnik und -automation. Die Anzahl von Frauen in technischen Studiengängen steigt kontinuierlich!

Eine der studentischen Pioniere ist Alexandra aus Brande-Hörnerkirchen. Ihre Neugier an diesem zukunftsorientierten Fachgebiet entstand aufgrund der Kombination von interessanten Studieninhalten und vielversprechenden Zukunftschancen. „Gebäudetechnik und Gebäudeautomation sind starke Zukunftsthemen. Durch das duale Studium an der ‚hochschule 21‘ erhoffe ich mir eine optimale Vorbereitung auf die Arbeit als Ingenieurin.
Was mir an der Studienstruktur gut gefällt, ist die Mischung aus theoretischen Grundlagen, praktischen Übungen und Wahlmodulen. Zusammen mit den Praxisphasen in meinem Kooperationsbetrieb kann ich mir das Fachwissen aneignen und mich darüber hinaus spezialisieren.“

Neuland für die Studierenden des Fachs Gebäudetechnik und –automation. Neuland auch für die Hochschule. Man „sitzt im selben Boot“ und diese Metapher passt gut. Auf ein enges Miteinander von Studierenden und Dozenten wird in Buxtehude großen Wert gelegt!

TEXT Christian Dorbandt
FOTO Sebastian Weimar