Fielmann: Eine Ausbildung mit Durchblick

Fielmann gehört zu den begehrtesten Ausbildungsunternehmen. Er ist ein Unternehmer mit Durchblick: Günther Fielmann, der „Brillenkönig“, hat in über 40 Jahren ein Firmenimperium im In- und Ausland geschaffen. Mit mehr als 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist er der größte Arbeitgeber in der Augenoptiker-Branche. Über 10.000 junge Leute bewerben sich jährlich um einen Ausbildungsplatz bei Fielmann. Nach einem bestandenen Eignungstest erhalten über 900 Bewerber eine Zusage.

Sie können sich glücklich schätzen, denn die dreijährige Ausbildung hat ein hohes Niveau und bietet beste Karrierechancen. Das gibt es sonst nirgendwo: 2013 kamen bei den Gesellenprüfungen alle Landes- und Bundessieger von Fielmann! Seit 2003 bildet das Vorzeigeunternehmen junge Optiker in „königlichem“ Ambiente aus: Das fast 400 Jahre alte Plöner Schloss gilt als eines der modernsten Ausbildungszentren im Lande. Gewohnt und gelernt wird in Räumlichkeiten, die mit Hightech-Instrumenten ausgestattet sind. „Die beste Denkmalpflege ist eine sorgsame Nutzung“, sagt Günther Fielmann zu der Bildungsakademie.

Ein Augenoptiker muss Handwerker und Designer ebenso sein wie Psychologe und Typberater.

Während der dreijährigen Ausbildung arbeiten die Azubis in den Niederlassungen und lernen in der Berufsschule die Theorie. Darüber hinaus bekommen sie den „letzten Schliff“ in der Lehrwerkstatt der Fielmann-Akademie. Derzeit sind es etwa 2.800 Auszubildende, die bei Fielmann das Augenoptiker-Handwerk lernen – das sind 38 Prozent der Nachwuchskräfte in Deutschland. Dabei führt Fielmann nicht nur in das Augenoptikerhandwerk ein, sondern lehrt auch die Produktion von Brillenfassungen und Oberflächenschleiferei. Hinzu kommen das Brillendesign, die Herstellung von Fassungen und Gläsern sowie die Fertigung der individuellen Brille für den Kunden.

Fair, freundlich, kompetent

Voraussetzung für diesen anspruchsvollen Beruf ist ein mittlerer Bildungsabschluss mit zufriedenstellenden Noten in den Fächern Mathe, Physik und Deutsch. Dabei sollten die Interessenten technisches Verständnis sowie Sinn für Ästhetik mitbringen. Der Beruf ist abwechslungs- und facettenreich: Der Augenoptiker arbeitet als Handwerker, Designer, Physiker, Psychologe und Typberater in einer Person. Neben der medizinischen und handwerklichen Wissensvermittlung steht bei Fielmann besonders die Ästhetik der Brille im Blickpunkt.

„Der Kunde bist Du“

Die Bedürfnisse des Kunden erkennen und Beratung bei der Auswahl der Brille bieten, erfordert Einfühlungsvermögen. Fielmanns Firmen-Philosophie lautet: „Der Kunde bist du!“ „Wir beraten jeden Kunden so, wie wir selbst beraten werden möchten: fair, freundlich, kompetent“, legt Günther Fielmann den hohen Anspruch fest. Denn dem Firmengründer war und ist es stets am wichtigsten, dass der Kunde rundum zufrieden das Geschäft verlässt.

ERZÄHL MAL…

Eine bebrillte junge Frau sitzt an einer Werkbank und lächelt.

Melanie Brandt (23) ist im 2. Ausbildungsjahr zur Augenoptikerin bei Fielmann im Supercenter in Kiel

Meine Familie war begeistert und fand, dass dieser Beruf richtig gut zu mir passt.

„Der Wunsch, den Beruf des Augenoptikers zu ergreifen, entwickelte sich bei mir nach dem Abbruch meines Lehramtsstudiums. Außerdem ist es ein Beruf, der Handwerkliches und Kaufmännisches optimal verbindet. Dazu kommt der intensive Kontakt zum Kunden, was mir sehr gut gefällt. Meine Familie war begeistert und fand, dass dieser Beruf richtig gut zu mir passt. Die Hauptaufgabe dieses Berufes besteht ja darin, für den Kunden eine typgerechte Brille auszusuchen und die für ihn optimalen Gläser auszuwählen. Im Betrieb werden wir sowohl handwerklich geschult, als auch in der Kundenberatung unterwiesen. In der Berufsschule erhalten wir den theoretischen Hintergrund und werden darüber hinaus zusätzlich handwerklich geschult. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte Spaß am Kontakt mit Kunden haben und handwerkliches Geschick mitbringen. In meiner Freizeit bin ich auch kreativ: Ich habe Spaß am Nähen und Stricken und tanze sehr gern.“

Ein junger Mann sitz mit Schutzbrille an einem Tisch.

Morten Hahlbrock (23) ist im 3. Ausbildungsjahr zum Augenoptiker bei Fielmann im Supercenter in Lübeck

Ein gewisses Verständnis in den Bereichen der Physik und Mathematik sollte vorhanden sein.

„Ich bin durch Recherchen auf den Beruf des Augenoptikers gekommen. Er beinhaltet sehr viele Dinge, die mir Spaß machen, wie der ausgeprägte Kontakt zum Kunden, handwerkliche Tätigkeiten sowie Büroarbeiten. Meine Familie und mein Freundeskreis reagierten sehr positiv auf meinen Berufswunsch, auch weil der Augenoptiker ein angesehener und interessanter Beruf ist. Bei Fielmann ist die Ausbildung so gestaltet, dass man je nach Ausbildungsstand alle zur Augenoptik gehörenden Bereiche durchläuft. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Praxis. Die Berufsschule findet immer im Blockunterricht statt und ist sehr vielseitig. Ein gewisses Verständnis in den Bereichen der Physik und Mathematik sollte vorhanden sein. Wer Interesse an einer abwechslungsreichen Tätigkeit und Spaß am Beraten und Verkaufen hat, dazu noch gern handwerklich arbeitet, ist in diesem Beruf genau richtig.“

Schloss Plön – ein „königlicher Lernort“ für den Optikernachwuchs

In besonders schöner Höhenlage direkt am Plöner See liegt die Perle Schleswig-Holsteins: das Plöner Schloss. Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde es im Stil der Renaissance vom Plöner Herzog Joachim Ernst erbaut. Dieser besaß bereits bedeutende augenoptische Schriften in seiner Fürstenbibliothek und beschäftigte sich mit der Geräte- und Brillenoptik. Ab 1840 wurde das dreiflüglige Schloss Sommerresidenz des dänischen Königs Christian VIII. Er ist verantwortlich für den weißen Anstrich, die typische Farbe der dänischen Schlösser. Nach dem deutsch-dänischen Krieg von 1864 kam der Prachtbau in preußischen Besitz und wurde Kadettenanstalt.

Ein weißes Schloss an einem See.

Auch die sechs Söhne von Kaiser Wilhelm II. erhielten hier ab Ende des 19. Jahrhunderts ihre Ausbildung. In der Nachkriegszeit diente das Gebäude bis 2001 als staatliches Internat. 2002 erwarb der Unternehmer Günther Fielmann das Schloss vom Land Schleswig-Holstein für die Fielmann Akademie. Heute erstrahlt Schloss Plön in neuem Glanz und hat sich als renommierte Ausbildungs- und Schulungsstätte für den Optikernachwuchs weit über das Land hinaus einen Namen gemacht.

TEXT Joachim Welding
FOTOS Fielmann