Beruficus 2018 – der Kompass für Schüler

Beruficus 2018 – der Kompass für Schüler

Ob Jugendlicher oder Erwachenser – leicht ist es nicht, den optimalen Job zu finden. Was sind meine Stärken? Wo habe ich Schwierigkeiten? Womit beschäftige ich mich am liebsten? All diese Fragen gilt es zu klären, bevor man sich auf einen neuen Job stürzt. Als Unterstützung dienen Berufsmessen. Hier können sich Interessierte rund um das Thema Berufe Inspiration, Informationen und vielleicht auch ein Stück weit Motivation abholen.

Inzwischen gibt es unzählige Möglichkeiten für die Zukunft. Abitur, Ausbildung, Studium, Berufsfreiwilligendienst oder ein Auslandsjahr? Plötzlich stehen die Abschlussprüfungen vor der Tür und die Planung für die Zukunft wurde verdrängt. Aus diesem Grund veranstalten immer mehr Schulen Berufsorientierungsmessen. Die Schüler bekommen die Möglichkeit mit potenziellen Unternehmen ins Gespräch zu kommen, Netzwerk aufzubauen oder sich zu informieren. So auch in der Gemeinschaftsschule am Schiffsthal in Plön. Hier fand am 17. November der „Beruficus“ statt. Zum sechsten Mal öffnete die Schule ihre Türen. „Wir feiern zwar noch kein Jubiläum, doch eines ist sicher – der „Beruficus“ hat sich erfolgreich etabliert.“, so Schulleiterin Ellen Gruhn. Erstmalig in diesem Jahr gab es neben unzähligen Flyers und Broschüren auch verschiedene Workshops für die Schüler. „Damit wollen wir den Jugendlichen zeigen, wo ihre Stärken liegen“, so die Schulleiterin.

Rund 30 Aussteller waren dabei und präsentierten ihre Angebote. So auch das Kieler Institut für Gymnastik und Tanz. Das Institut ist eine Berufsfachschule für „Staatlich geprüfte Gymnastiklehrer“. Viele Schüler blieben hier stehen, um von Luna Friedel-Gamarra und Kristina Noeh Antworten zu bekommen. Luna hat eine dreijährige Ausbildung am Kieler Institut absolviert und macht derzeit ihr Abi. Ein Weg, den auch Kristina einschlug. „Während der Ausbildung habe ich nicht nur mich selbst sondern auch meinen Körper kennen gelernt.“, erzählte Kristina. Die 27- Jährige mochte die Herausforderungen der Ausbildung. „Außerdem habe ich Wege kennengelernt, Belastungen standzuhalten und Fristen einzuhalten.“ Die Ausbildung vermittelt eine Vielfalt kreativer, fachorientierter Praxis und pädagogischer Kenntnisse, die in vielen Arbeitsbereichen genutzt werden können. „Manche interessieren sich für Tanzschulen oder möchten als Personal Trainer arbeiten. Einige gehen auch in den Bereich Prävention und arbeiten mit Krankenkassen, Heime oder Vorsorgeeinrichtungen zusammen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten nach der Ausbildung.“, so Kristina. Wer seine Stärken und Interessen bereits kennt, findet meist schneller den passenden Job.

Beruficus an Gemeinschaftsschule am Schiffsthal

Kristina und Luna erzählen von der vielfältigen und kreativen Ausbildung in der Berufsfachschule für Gynastik und Tanz

Hanna und Mia-Marei gehen gemeinsam in die 8. Klasse. In ihrer Freizeit drehen sie Kurzfilme, wie sie uns am ME2BE Stand stolz erzählten. „Wir suchen uns Themen, die uns interessieren und fragen dann unsere Freunde, ob sie in unserem Film mitspielen möchten. Mia dreht meisten die Filme und ich schneide sie im Anschluss.“, berichtete Hanna. Da wäre die Ausbildung zum Mediengestalter Bild/Ton perfekt auf die jungen Mädchen zugeschnitten. „Das klingt nach einem interessanten Beruf und ich kann mir gut vorstellen, später als Kamerafrau zu arbeiten“, so Mia-Marei.

Beruficus an der Gemeinschaftsschule am Schiffsthal

Mit dem Tablet zeigt Mirja die Infos zur Ausbildung auf  me2be.de

Immer mehr Schüler brauchen während ihrer Schulzeit oder nach den Prüfungen eine Verschnaufpause und sammeln derweil interkulturelle Erfahrungen während eines „Gap Years“. Das beliebteste Auslandsjahr-Ziel sind die Vereinigten Staaten von Amerika. „Viele deutsche Schüler erfüllen sich mit dem Highschool-Aufenthalt den Traum von Freiheit, Spaß und Abenteuer, wie er auch heute noch in vielen Kinofilmen dargestellt wird“, berichtet AIFS-Beraterin Susann Lass. Wir erleben oft reges Interesse an unserem Stand und freuen uns, vor Ort Schüler zu beraten und Tipps mitzugeben.“, erzählte die Beraterin. Ein großes Plus war das Catering, welches die Schüler der Gemeinschaftsschule organisierten. „Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Tag und wir freuen uns, wenn heute der eine oder andere mit einem konkreten Plan nach Hause geht“, sagte Ellen Gruhn zufrieden.

Beruficus and der

Das Gap Year ist eine beliebte Überbrückung zwischen Schule und Beruf oder Schule und Studium.

 

TEXT & FOTOS Laura Hasl