Vom Kinderlabor zum Ausbildungsplatz bei Sasol Germany GmbH

Vom Kinderlabor zum Ausbildungsplatz bei Sasol Germany GmbH

… dieser Moment war magisch!

Kinder verkleiden sich, spielen Fußball, knuddeln mit Tieren und singen Popsongs. Deshalb träumen sie davon, Schauspieler, Fußballprofi, Tierarzt oder Popstar zu werden. Klappt aber ziemlich selten und irgendwann ahnt man das auch!
Doch es geht auch anders. In Brunsbüttel, Marne, Averlak, St. Michaelisdonn, Helse, Blangenmoor, Burg, Wilster, Itzehoe und anderen Orten der Region gehen Kinderträume regelmäßig in Erfüllung!

Sasol Germany GmbH ist ein weltweit operierendes Chemieunternehmen und bietet maßgeschneiderte Produkte für die weiterverarbeitende chemische Industrie an. Sasol-Stoffe werden u.a. zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln, Farben und Lacken, Kosmetika und Arzneimitteln verwendet. Allein im Werk Brunsbüttel arbeiten rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie insgesamt über 40 Auszubildende. Der Bedarf an Nachwuchskräften ist groß. Für das Jahr 2017 werden wieder 10 bis 15 neue Ausbildungsplätze angeboten … als Chemielaborant/in, Chemikant/in, Industriemechaniker/in oder Elektroniker/in.

Ein Mann führt Experimente mit Feuer durch.

Magie liegt in der Luft, wenn Jürgen Peters seine chemischen Tricks vorführt.

Wie kommt man eigentlich zur Chemie? Und warum sehen Sasol-Azubis so happy aus?

Jasmin, Sandra, Tim und Inga gehören dazu … zu den ziemlich gut gelaunten Auszubildenden bei Sasol. Sie sind angehende Chemielaborant/innen im zweiten Ausbildungsjahr. Und sie verbindet noch etwas: Sie alle haben während der Grundschulzeit einen Tag im sogenannten „Kinderlabor“ erlebt. „Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern“, erzählt Inga Giebel (20) und zeigt uns ein Foto, auf dem sie als 8-Jährige im Kinderlabor zu sehen ist. „Ich war in der dritten Klasse und wir machten einen Ausflug ins Kinderlabor zur Grundschule-Süd nach Brunsbüttel. Empfangen wurden wir dort vom Ausbilder der Laborberufe bei der Firma Sasol, Herrn Peters und seinem Stofftier-Raben Abraxas. Jeder von uns bekam einen weißen Kittel, ein Namensschild und eine Schutzbrille. Das war echt aufregend!“

Kinder in Laborkitteln experimentieren.

Nach dem Kinderlabor wollen viele Kinder Chemiker werden.

Auch Jasmin Eckart (21) hat ihre Kinderlabor-Fotos mitgebracht. „Ja, genau, und dann haben wir erst mal ein paar Filme vom „Chemini-Doc“ gesehen! Das war ein kleiner Zeichentrick-Chemiker, der die Fernsehversuche präsentiert hat. Anschließend durften wir unter Anleitung von Chemielaboranten vier verschiedene Versuche machen. Mein Lieblings-Experiment war die Filzstift-Chromatografie! Ich hatte ja vorher nie irgendetwas von Chemie gehört und fand das total faszinierend! Mit einem schwarzen Stift wurde nur ein einziger Punkt auf ein Stück Papier gemalt, dann mit Wasser in Verbindung gebracht … wie von Zauberhand trennte sich das Schwarze in viele bunte Farben auf. Als Kind versteht man das nicht, aber dieser Moment war magisch! Heute blicke ich selbst in die staunenden Kinderaugen im Kinderlabor und betreue die Versuche. Und es macht riesigen Spaß, diese Neugier der Kids zu spüren und die Versuche zu erklären. Obwohl … alles verraten wir doch nicht. Ein bisschen Magie soll im Raum bleiben!“

Kinder und junge Erwachsene beim experimentieren.

Links: Weiße Kittel, Schutzbrillen und jede Menge chemischer Zaubertricks. Rechts: Bei Sasol gehen Kinderträume in Erfüllung: Tim, Sandra, Inga und Jasmin – gestern im Kinderlabor, heute bei Sasol.

Frühzeitig für Naturwissenschaften begeistern!

Sasol-Ausbildungsleiter Wolfang Pfeffer gehörte zu den Gründern des Kinderlabors, das 2004 in Brunsbüttel die ersten Grundschulklassen begrüßen konnte. „Es geht bis heute darum, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Naturwissenschaften und Chemie zu begeistern. Chemie ist nichts Schlimmes, sondern macht Spaß! Kinder sind neugierig, begeisterungsfähig und entwickeln dann Interesse, wenn sie mit aufregenden Inhalten in Berührung kommen! Genau dieses Interesse möchten wir mit unserem Engagement anregen. Mathe, Physik, Technik … alles andere lernt man sowieso später in den weiterführenden Schulen.“
Für Finn Soltau (20) und Jonas Dorn (19) hat die Ausbildung bei Sasol gerade erst begonnen. Ihr Ausbildungsberuf lautet: Chemikant. „Das Kinderlabor war schon cool“, schwärmen beide. „An den Lavendelgeruch, durch das Mörsern der Blüten, werde ich mich wohl ewig erinnern!“ erzählt Finn. „Genauso spannend beginnt jetzt unsere Ausbildung“, berichtet Jonas. „Wir machen Kühlturmrunden, ziehen Proben zur Analyse und lernen vor allem, was grundsätzlich in den Anlagen passiert und wie alles miteinander zusammenhängt“.
Sandra Lukat (22) zieht ihren roten Faden vom Kinderlabor bis zur heutigen Ausbildung. „Das Kinderlabor war ein Highlight in der Grundschulzeit! Dort wurde mein naturwissenschaftliches Interesse geweckt. Im Chemieprofil mit gekoppeltem Praktikum habe ich dieses Interesse später weiter verfolgt. Praktika in anderen Berufen fand ich
nicht so spannend. Irgendwann war ich mir wirklich sicher, dass die Ausbildung zur Chemielaborantin das Richtige für mich wäre. Und damit lag ich goldrichtig!“

Ein Mann mit Brille und Bart lächelt in die Kamera.

Ausbildungsleiter Wolfgang Pfeffer

Schülerinnen und Schüler suchen irgendwann nach der passenden Ausbildung. Sie denken über Karriere nach. Und es geht ihnen darum, einen beruflichen Weg zu finden, der zu ihnen passt. Arbeit sollte auch Spaß machen, erfüllend sein und eine Perspektive haben. Die Azubis bei Sasol sehen außerordentlich happy aus. Und sie haben alle etwas gemeinsam: Wenn sie von ihrer Ausbildung erzählen, funkelt etwas Magisches in ihren Augen.

TEXT Christian Dorbandt
FOTOS Michael Ruff