Stadt Neumünster

Tradition und Geschichte, Leder und Industrie, Natur und Verkehrsknotenpunkt – Dinge, die für Neumünster seit jeher eine Bedeutung haben und die kreisfreie Stadt gut beschreiben. Und seit Neuestem lockt natürlich auch das schicke Designer Outlet Center viele Besucher in die viertgrößte Stadt in Schleswig-Holstein – für Jung und Alt gleichermaßen ein Anziehungspunkt. 

HolstenhallenNeumünster ist eine Stadt mit Tradition. 1127 wurde sie erstmals erwähnt und galt seit jeher als Zentrum, als Verkehrsknotenpunkt, denn die geographische Lage erlaubt bis heute Firmen und Neumünsteranern eine immense Flexibilität. Seit 1901 ist die Stadt kreisfrei, steht also für sich allein und ist die viertgrößte Stadt in Schleswig-Holstein nach Kiel, Lübeck und Flensburg.

Zu Zeiten des Nationalsozialismus blühte Neumünster. 1925 wurde dort die schleswig-holsteinische NSDAP gegründet – sehr erfolgreich sogar. Schließlich war die Bevölkerung zu der Zeit überwiegend national-konservativ AltesRAthausausgerichtet. Das Polizeigefängnis wurde zum Konzentrationslager umfunktioniert und etliche Juden deportiert. Als am 8. Mai der Krieg verloren war, wurde die Stadt an britische Truppen übergeben. Die ehemalige Lederfabrik in Neumünster diente den Briten als Civil Internment Camp No. 1, einem Gefängnis für ehemalige NSDAP-Funktionäre. 1945 saßen dort 11.000 Menschen ein.

1946 erlebte Neumünster eine Flüchtlingswelle. Mehr als 16.000 Vertriebene und Flüchtlinge kamen in die Stadt, die heute etwa 77.000 Einwohner hat. Kopf der Bevölkerung ist seit 2009 Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Er ist seit langem der erste Parteilose im Amt. Seit 1946 hatte die SPD diesen Posten inne.

Und warum jetzt eigentlich Neumünster?
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Jetzt aber genug von Politik und Geschichte, denn im Hier und Jetzt gibt es viel Schönes in Neumünster zu entdecken und zu erleben. „Hier lässt es sich gut leben“, findet auch Dr. Olaf Tauras. Und das ist für viele der Grund, in Neumünster zu bleiben. Die Stadt ist groß genug für ein gutes Feeling und klein genug für spontane ungeplante Treffen in der Stadt. Man kennt sich eben und engagiert sich gemeinsam für gute Zwecke. Denn klar, Neumünster muss ein bisschen auf sein Image aufpassen, es verbessern und die Gemeinschaft fördern. Doch dafür tut die Stadt eine Menge. In der Wirtschaft zum Beispiel will Neumünster interessant bleiben. Derzeit gibt an die 70 Industrie- und Handwerkbetriebe in der seit 2012 zur Metropolregion Hamburg gehörenden Stadt. Und es gibt auch ein paar Hidden-Champions: GISMA zum Beispiel ist Weltmarktführer im Bereich Unterwassersteckverbindungen. Das ist Technik auf höchstem Niveau und das braucht spezialisiertes Fachpersonal – und das in Neumünster. Irgendwie beeindruckend!

Bildung steht ebenfalls ganz hoch im Kurs – auch im Freizeitbereich. So sorgen die vielen Museen regelmäßig für neue Impulse, klären über Geschichte auf und beziehen die Bad am StadtwaldBesucher mit ein. Die Villa Wachholtz zum Beispiel lockt Besucher mit wechselnden Ausstellungen und der Gerisch-Skulpturenpark ist immer einen Besuch wert. Im Theater der Stadthalle haben rund 570 Personen Platz. Gezeigt wird Schauspiel, Musiktheater, Konzerte und Ballett. Ab und zu gibt es auch Kabarettveranstaltungen und Kinovorführungen. Cool: Schulklassen können for free backstage.

Jedes Jahr aufs Neue beliebt ist das Kulturfestival. Drei Wochen im September gibt es in der Innenstadt Konzerte, Lesungen, Kabarett- und Filmvorführungen und natürlich auch einen Poetry-Slam.

Text Kim Julia Schöffler
Fotos Stadt Neumünster

 

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