Dat lütje Hamborg

Wenn du dir heute einen perfekten Tag wünschen dürftest, wie würde er aussehen? Wir raten mal: ein Frühstück mit allem Drum und Dran, am besten mit Produkten aus der Region. Danach eine kleine Radtour durch die unberührte Natur, eine ausgedehnte Shoppingtour, etwas Sightseeing und dann wieder ab nach Hause. Oder eben auch nicht! Denn zwischen Elbe und Nordsee liegt eine Stadt, die all das bietet und zum Verweilen einlädt. Es braucht eben nicht immer die große Stadt für die große Perspektive.

Denk an Hamburg: viel zu sehen, zu erleben, Jobmöglichkeiten, eine gute Ausbildung, Spaß in der Freizeit. Und jetzt stell es dir vor ohne Stress, hektische Menschen in der Bahn oder hohe Mieten. Das gibt’s ja gar nicht?! Doch, in Elmshorn!

Wunderschoenes_Elmshorn_Teresa_Horstmann_MG_1373 KopieIhren Beinamen „Dat lütje Hamborg“ (das kleine Hamburg) verdankt die sechstgrößte Stadt Schleswig-Holsteins ihrer Lage an der Krückau, einem Nebenfluss der Elbe. Das schiffbare Gewässer machte Elmshorn im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Standort für die unterschiedlichsten Industriezweige. Und daran hat sich nichts geändert. Wer sich heute in Elmshorn auf Jobsuche macht, hat gute Chancen, in einem alteingesessenen Traditionsunternehmen zu landen.

Aber kommen wir zurück zu deinem perfekten Tag. Auf dem Frühstückstisch stehen knackige Haferflocken, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee strömt durch die Wohnung und in deine Nase. Naschkatzen erfreuen sich an unschlagbar leckeren Trüffelspezialitäten und deine Füße streichen noch leicht schlaftrunken über deinen flauschigen Teppich. Und jetzt rate mal, wo das alles herkommt. Richtig, aus Elmshorn. Dafür sorgen die Peter Kölln KgaA, Mondelez (ehemals Kraft Foods), die Wiebold Confiserie und Teppich Kibek, um nur einige der Firmen – und damit auch potenziellen Arbeitgebern – zu nennen. Die richtige Ausbildung, um dort landen zu können, kriegst du auch vor Ort. Hier ist für jeden was dabei. Neben den klassischen Gymnasien, Gesamt- und Grundschulen gibt es außerdem die Alternative, eine Leibniz- oder Waldorfschule zu besuchen, sich in der Volkshochschule weiterzubilden oder seiner Kreativität in der Musikschule Ausdruck zu verleihen. BWL-, Wirtschaftsingenieurswesen- und Wirtschaftsinformatik-Studenten genießen an der Fachhochschule Nordakademie außerdem den Luxus, an einer der renommiertesten privaten Hochschulen für Wirtschaft in Deutschland mit herausragendem Ruf zu lernen.

Okay, an einem perfekten Tag spielt die Schule keine Rolle. Also raus aus dem Haus und ab ins Freie! Es gibt einiges zu entdecken. An den Seen des Stadtparks Lieth und des Forst Sibirien kannst du herrlich die Seele baumeln lassen. Etwas weiter raus – durch Äcker, Wiesen und Rosenfelder – führen zahlreiche Rad- und Wanderwege. Noch nicht weit genug? Kein Problem, ab ins Auto und nur 45 Minuten später kannst du den tosenden Nordseewellen beim Brechen zusehen.

“Wer sich heute in Elmshorn auf Jobsuche macht, hat gute Chancen,
in einem alteingesessenen Traditionsunternehmen zu landen.”
 

© B. Völz ( Voelz)

Es geht natürlich auch etwas weniger beschaulich. Shopaholics bummeln durch die ausgedehnte Fußgängerzone zwischen Mühlenstraße und Wedenkamp. Noch mehr Einkaufsmöglichkeiten bieten die beiden Passagen City-Center Elmshorn und die Marktpassage. Kulinarische Kaufgelüste werden zweimal wöchentlich auf dem traditionellen Buttermarkt gestillt, mittwochs von 7:00 bis 12:00 Uhr und samstags von 7:00 bis 13:00 Uhr.

Und wenn du schon mal da bist, kannst du auch gleich mit dem Sightseeing beginnen. Der Wochenmarkt findet nämlich in einem gut erhaltenen Baudenkmal, der heutigen Markthalle, statt. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis zum Wahrzeichen Elmshorns: der St. Nikolaikirche. Das imposante barocke Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert wurde 1657 durch schwedische Truppen weitgehend zerstört, glücklicherweise aber wenige Jahre später wieder aufgebaut.

Wunderschoenes_Elmshorn_Teresa_Horstmann_MG_1353 Kopie

Geschichtsinteressierte schlendern weiter zum jüdischen Friedhof, ins Konrad-Struwe-Haus der Ortsgeschichte, wo sie Alltägliches und Kurioses über Elmshorn erfahren können oder machen sich auf zum Industriemuseum, um die Entwicklung der Stadt anschaulich zu erleben.

Was für ein Tag! Und jetzt enscheide selbst. Muss es wirklich „das große Hamburg” für das ganz große Glück sein?

TEXT Mimi Blume
FOTOS Teresa Horstmann

 

 

Wir freuen uns über jeden Like: