NORMAL, ABER SUPER! Ausbildung bei der Stadtverwaltung Elmshorn

NORMAL, ABER SUPER! Ausbildung bei der Stadtverwaltung Elmshorn

Was Azubis der Elmshorner Stadtverwaltung von ihrer Ausbildung und der neuen Stadtmarke halten

Elmshorn – eine Mittelstadt in Schleswig-Holstein. Zwischen Marsch und Geest. Zwischen Hamburg und Heide. Zwischen Nord- und Ostsee. Mit dem Slogan „Elmshorn. Supernormal“ hat die Stadtverwaltung nun einen echten Marketing-Coup gelandet! Selbstbewusst und plakativ präsentiert sich die eher unauffällige Stadt in knalligen Farben und spielt mit den Begriffen „super“ und „normal“. Ergebnis: Heftige Diskussionen unter den 51.445 Einwohnern und ein starkes Echo in den Medien. ME2BE hat Azubis der Stadtverwaltung besucht und dazu befragt. Wie gefallen euch die Ausbildung und das Leben in Elmshorn? „Normal, oder Super?“

Kathrin Stadtverwaltung Elmshorn

Kathrin findet, der Slogan passt gut, denn in Elmshorn gibt es alles, was man zum Leben braucht

„Ich finde, der Slogan passt gut“, meint die duale Studentin Kathrin. „Natürlich polari­siert die Stadtmarke. Das zeigt sich beson­ders auf Facebook. Da ging es direkt nach der Veröffentlichung heiß her! Viele Elms­horner haben gelästert, nach dem Motto: ‚Elmshorn. Supernormal‘ … und dafür gibt die Stadt noch Geld aus? Aber Elmshorn hat keine spektakulären Sehenswürdigkeiten und wirkt normal und bodenständig. Das ist ja nichts Schlechtes! Hier gibt es alles, was man zum Leben braucht und die Lage am Rande Hamburgs ist ideal. Elmshorn ist eine normale Stadt und gerade deshalb besonders lebenswert!“

Auch Lena, Rasmus und Cassandra nehmen das Wort „supernormal“ nicht persönlich. „Viele machen sich über die knalligen Farben der Kampagne und die Werbesprüche lustig“, schmunzelt Rasmus und Lena findet: „Alle Elmshorner konnten sich im Vorwege an der Kampagne beteiligen. Nur wenige haben das genutzt und jetzt beschweren sich viele!“ Cassandra stellt fest: „Wir werden noch län­ger über die Stadtmarke informieren müs­sen. Im Vorfeld gab es dazu Infoveranstal­tungen. Auch der Stadtverwaltung wurde die Marke ausführlich präsentiert. Das war super! So erfuhren wir, was so ein Stadtmar­keting für Elmshorn bewirken kann. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das zum Beispiel alle Schüler richtig verstehen! Das wird wohl noch länger im Gespräch bleiben!“

Genau dafür ist eine Stadtmarke gut geeig­net … Elmshorn soll im Gespräch bleiben, sowohl bei Firmen und Investoren als auch unter den Einheimischen und bei Menschen, die einen neuen Wohnort suchen. Die Kern­ aussage lautet: In Elmshorn kann man super ein ganz normales Leben führen!

Stefan Labusch und seine Azubis

Ausbildungsleiter Stefan Labusch (oben rechts) und seine Azubis diskutieren über die neue Stadtmarke: „Elmshorn. Supernormal.“

Im Gegensatz zu den Kritikern zeigt sich der Nachwuchs der Stadtverwaltung offen und aufgeschlossen gegenüber dem Slogan. Liegt‘s am Alter? Wäre ja nichts „Unnorma­les“, dass junge Leute lockerer und flexibler sind als Ältere, die meist wenig verändern wollen. Vielleicht liegt‘s aber auch an der Tatsache, dass die Ausbildungssituation der Elmshorner Azubis nicht normal ist – son­dern SUPER!

HIER_Elmshorn_Stadtverwaltung_Monica_Genzken_8-KopieAbsolut Super! – Ausbildung oder Studium bei der Stadtverwaltung

„Ich finde es super, dass man als Azubi der Elmshorner Stadtverwaltung schnell eine Art Familiengefühl entwickelt“, betont Lu­kas. „So macht es Spaß, täglich an den Ausbildungsplatz zu kommen.“ Monica meint: „Ich finde es super, dass es hier normal ist, wertgeschätzt zu werden!“ Und Kathrin for­ muliert es so: „Ich finde es super, dass wir das theoretisch Erlernte im normalen Ver­waltungsumfeld umsetzen können!“

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Knapp 500 Personen arbeiten als Beamte oder Angestellte für die Elmshorner Stadt­verwaltung, verteilt auf zwölf Ämter und 4 Stabsstellen: vom Amt für Bürgerbelange bis zur Stadtentwässerung, vom Gebäude­ Management bis zur Wirtschaftsförderung. Jährlich stehen bis zu 7 Ausbildungsplätze für angehende Verwaltungsfachangestellte zur Verfügung sowie zwei Studienplätze für das duale Studium Verwaltung/ Public Ad­ministration. Je nach Bedarf bildet die Stadt auch in den Berufen Bauzeichner/­in, Fach­kraft für Rohr­, Kanal­ und Industrieservice, Fachinformatiker/­in und Vermessungstech­niker/­in aus.

Seit dem Jahr 2000 kümmert sich Ausbil­ dungsleiter Stefan Labusch um den Verwal­tungsnachwuchs. Zurzeit sind es 22 Azubis und 3 Studierende. „Wir wollen unsere jun­gen Leute von Anfang an „mitnehmen“, er­klärt der geborene Westerhorner, „und mit ihnen gemeinsam in einem angenehmen Ar­beitsklima zusammenarbeiten. Unsere Azu­bis lernen viele verschiedene Abteilungen kennen und erhalten abwechslungsreiche Aufgaben. Wir stellen fest, dass dies eine große Motivation mit sich bringt. Wir legen außerdem Wert auf eine gute Ausbildungs­qualität. Ein Beispiel: Um zu gewährleisten, dass in den unterschiedlichen Abteilungen alle Azubis in den Kernkompetenzen gleich­mäßig ausgebildet werden, tausche ich mich regelmäßig mit den Praxisanleiterinnen und ­-leitern aus. So stellen wir gemeinsam sicher, dass am Ende alle dazu in der Lage sind, beispielsweise ein behördliches Schreiben feh­lerfrei zu verfassen. Nach der dreijährigen Ausbildung steht den Verwaltungsfachange­stellten ein tolles Angebot an Stellen offen. Und natürlich versuchen wir, mit Rücksicht auf unseren Bedarf, die Wünsche unserer Auszubildenden bei der Stellenbesetzung zu berücksichtigen.“

Stadt Elmshorn

Die neue Stadtmarke „Elmshorn. Supernormal“

Der Besuch in der Stadt an der Krückau hat sich mal wieder gelohnt. Die Stimmung unter den Azubis der Elmshorner Stadtverwaltung war echt SUPER. Und das – da waren sich alle einig … sei in Elmshorn ganz NORMAL!“

TEXT Christian Dorbandt
FOTOS Eric Genzken

Kontakt
Stadt Elmshorn
Stefan Labusch
Schulstraße 15­17
25335 Elmshorn
Tel.: 04121/231 221
E­Mail: s.labusch@elmshorn.de