Morgen schon heute: Megatrend eHealth

Morgen schon heute: Megatrend eHealth

Krankenhausmanagement und eHealth an der FH Flensburg

Megamarkt Gesundheitswesen – die FH Flensburg bildet mit den Studiengängen BWL / Krankenhausmanagement (B.A.) und eHealth (M.A.) die nächste Generation Fachkräfte für den Gesundheitsmarkt aus. Wir sprechen mit Prof. Dr. Bosco Lehr (37), Professor für Krankenhausmanagement und eHealth am Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen an der Fachhochschule Flensburg. 

Herr Professor Lehr, warum sollten sich (Fach-)Abiturienten für ein Studium an Ihrem Institut entscheiden?
Mit den Studiengängen BWL / Schwerpunkt Krankenhausmanagement (B.A.) und dem bundesweit einzigartigen Masterstudiengang eHealth bereiten wir die Studierenden auf ein zukunftsträchtiges Arbeitsfeld vor, das die Berufsgruppen Informatik, Medizin und Betriebswirtschaft vernetzt. Unser Hauptanliegen ist es, Privatwirtschaft und angewandte Wissenschaften zusammenzubringen. Das Gesundheitswesen der Zukunft benötigt gut ausgebildete Fachkräfte und Führungspersonal. Wir haben an der FH Flensburg exzellente Rahmenbedingungen für die Studierenden.

Was bedeutet eigentlich eHealth?
Der Begriff eHealth oder „electronic Health“ steht für eine IT-basierte Kommunikation im Gesundheitswesen.

Wo wird eHealth eingesetzt?
Beispiele für Anwendungen sind elektronische Patientenakten, Gesundheitsportale, Telemedizin, z.B. die IT-gestützte Fernüberwachung von Vitalwerten oder „Ambient Assisted Living“, also technische Assistenzsysteme, die ein längeres, selbstständiges Leben im häuslichen Umfeld ermöglichen.

Wie wird man Professor für eHealth, ohne dieses Fach studiert zu haben?
Ich hätte wohl eHealth studiert, wenn es diesen Studiengang zu meiner Zeit schon gegeben hätte. Mein Werdegang ist eher klassisch: Abitur – Beginn eines Medizinstudiums – Abschluss in BWL – Studium der Gesundheitsökonomie an der European Business School – Projektmanager bei der ICW AG – Leiter der Krankenhausplanung im Auftrag des hessischen Sozialministeriums. Und dann kam das Angebot von der FH Flensburg. Später dann die Gründung des Instituts für eHealth und Management im Gesundheitswesen.

Sie haben das deutsch-dänische „eHealth Innovation Center“ gegründet. Mit welchem Ziel?
Die deutsch-dänische Grenzregion und Baltic Sea Region haben im Bereich Gesundheitswirtschaft ein großes Potenzial. Ziel des eIC ist es, eHealth-Lösungen in der grenzüberschreitenden Versorgung nutzbar zu machen und ansässigen Unternehmen den Markteintritt zu erleichtern. Wir arbeiten eng mit Universitäten aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Polen zusammen, beispielsweise auch mit der Süddänischen Universität (SDU) in Odense. Es gibt auch einen regen Austausch der Studierenden.

Wie sehen die beruflichen Perspektiven der Studierenden aus?
Die Perspektiven sind ganz hervorragend. Mit dem Bachelor-Abschluss erlangen die Studierenden einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Das Studium qualifiziert zur Tätigkeit in sämtlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens: Krankenhäuser, Krankenkassen, Rehabilitationseinrichtungen, Alten- und Pflegeheime, Verbände und Behörden. eHealth ist der Erfolgsfaktor im „neuen“ Gesundheitswesen! Der Studiengang ist faktisch mit einer Jobgarantie verknüpft. eHealth-Absolventen übernehmen Führungsaufgaben in der Gesundheitswirtschaft als Projektmanager, Medical Consultant, Qualitätsmanager, Produktentwickler, Krankenhausmanager oder Berater.

Das Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen an der Fachhochschule Flensburg .

Das Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen an der Fachhochschule Flensburg ist wunderschön gelegen – direkt an der Flensburger Förde.

Der Blick auf die Flensburger Förde ist fantastisch. Lässt es sich in Flensburg gesünder studieren?
Das kann gut sein. Jedenfalls haben wir an der FH Flensburg gute Bedingungen, um innovative Gedanken zu entwickeln. Unsere Studenten und Studentinnen genießen sowohl unsere moderne Ausstattung als auch die Zusammenarbeit in kleineren Seminargruppen. Und die maritime Atmosphäre, vor allem im Sommer, ist natürlich auch äußerst angenehm

TEXT Christian Dorbandt
FOTOS Michael Ruff