Mit Nebenjob schneller ins Berufsleben

Mit Nebenjob schneller ins Berufsleben

Nach einer Statistik der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) tut eine Beschäftigung neben dem Studium oder der Ausbildung nicht nur dem eigenen Konto gut, sondern verbessert auch die Chance, nach dem Abschluss einen Job zu finden. Doch gibt es Dinge, die ihr bei der Jobauswahl beachten solltet:

OECD

Quelle: OECD

Ein Studium oder eine Ausbildung ist nicht ganz billig. Je nach Standort der Universität oder Ausbildungsstätte können die Lebenshaltungskosten schnell jenseits von 500 Euro liegen. Immerhin muss der Lebensunterhalt bestritten, der Semesterbeitrag bezahlt und die Miete beglichen werden. Da Ausbildungsgehälter in der Regel auch nicht gerade üppig ausfallen, versuchen viele Azubis neben der Ausbildung ihr Portmonee zu pimpen. Gerade als Student sollte man aber folgende gesetzliche Regelungen beachten:

  • Ihr dürft höchsten 20 Stunden in der Woche arbeiten. Ansonsten müssen sich Studierende und Arbeitnehmer/-innen versichern lassen. In den Semesterferien ist die Überschreitung der Arbeitszeit zulässig.
  • Ab einem Verdienst von 8.820 Euro im laufenden Jahr muss Lohnsteuer gezahlt werden.

Rechnet euch also genau aus, wie viel ihr arbeiten wollt und ob es sich am Ende überhaupt lohnt, mehr zu verdienen. Wer BAföG bezieht, darf nicht mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen, das entspricht 450 Euro im Monat. Ansonsten kann das Studentenwerk den Rotstift ansetzten. Informiert euch auch rechtzeitig über das Weihnachtsgeld. Dieses kann in der Regel nicht abgelehnt werden und kann die Jahresbilanz über den Haufen werfen. Langzeitstudenten profitieren nach dem 14. Fachsemester oder ab einem Alter von 30 Jahren nicht mehr von den günstigen Tarifen für die Krankenversicherung. Von da an gelten auch für Studierende die regulären Tarife.

Welche Arten von Nebenjobs gibt es?

Minijobs bis 450 Euro im Monat
Wenn ihr nicht mehr als 450 Euro im Monat während der Vorlesungszeit verdient, geltet ihr als geringfügig beschäftigt. Ihr müsst von diesem Lohn weder Steuern noch Sozialversicherungsbeiträge wie Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zahlen. Lediglich Beiträge zur Rentenversicherung müssen geleistet werden, wovon sich Studierende befreien lassen können.

Midijobs bis 850 Euro im Monat
Ab 450 bis 850 Euro im Monat seid ihr grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Zusätzlich kommen Lohnsteuer beziehungsweise Einkommenssteuer hinzu. Die Höhe des zu zahlenden Betrages hängt von eurem Verdienst ab. Ab einem Einkommen von 450 Euro im Monat dürft ihr nicht mehr kostenfrei in der Familienversicherung bleiben, sondern werdet pflichtversichert. Seid ihr aber unter 30 Jahre alt und habt das 14 Fachsemester noch nicht überschritten, fallen die Tarife recht günstig aus. Rechnet aus, ob sich ein höheres Einkommen lohnt.

Arbeit in den Semesterferien
Beschränkt sich eure Arbeitszeit lediglich auf die Semesterferien, müsst ihr euch, unabhängig der Verdiensthöhe, keine Sorgen um Sozialversicherungsbeiträge machen.

Mehr Informationen zum Thema Krankenversicherung für Studenten findet ihr hier.

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