Lübeck: Die Azubis vom Bürgermeister

Lübeck: Die Azubis vom Bürgermeister

 Eileen Receveur (29) aus Sarkwitz, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten im 3. Lehrjahr in Teilzeit bei der Hansestadt Lübeck.

Eileen Receveur

Eileen kann durch die Ausbildung bei der Hansestadt Lübeck Beruf und Familie vereinen

„Spannend: Die Aufgaben in der Verwaltung sind besonders vielfältig und abwechslungsreich. Sie reichen von der Geschäftsstellentätigkeit, Rechnungsprüfung, Leistungsbearbeitung bis hin zur Betreuung der Bürger im Büro der Bürgerschaft. Ausschlaggebend für meine Berufswahl waren neben der Zukunftssicherheit die Arbeitszeiten. Weil ich zwei kleine Kinder habe, wollte ich einen Beruf ergreifen, in dem sich Beruf und Familie prima vereinbaren lassen. Toll nde ich, dass ich mit der Ausbildung in Teilzeit bei der Stadt die Berufsausbildung absolvieren kann. Alle sechs Monate lernen wir einen neuen Bereich kennen. Einmal in der Woche geht`s zur Berufsschule und einen Nachmittag pro Woche haben wir verwaltungsinternen Unterricht. Hier geht es um das Kommunal-, Verwaltungs- und Sozialrecht. Mit etwas Fleiß und Diziplin ist das gut zu schaffen. Verwaltung kann Spaß machen und einen fordern und fördern. Du solltest ein Interesse an der Arbeiten mit Gesetzen mitbringen.“

Amina Miri (21) aus Mölln, Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im 1. Lehrjahr bei der Hansestadt Lübeck.

Amina Miri

Mehr als nur Büroarbeit: Amina ist in der Ausbildung bei der Hansestadt Lübeck

„Bei der Nordjobmesse in Lübeck wurde ich auf die Ausbildung in der Verwaltung aufmerksam. Ich spürte, dass das etwas für mich sein könnte: Da ich ein kommunikativer Mensch bin, gefallen mir der Umgang und die Auseinandersetzung mit den Anliegen der Bürger in diesem Bereich besonders gut. Außerdem kommt man immer wieder in andere Abteilungen, wo wir Azubis neue Schwerpunkte kennenlernen. Das macht die Ausbildung interessant. Als meine Familie von meinem Berufswunsch erfuhr, war sie nicht so begeistert. Sie hatten Vorurteile und dachten, ich müsste den ganzen Tag im Büro sitzen. Dem ist aber nicht so! Diese Ausbildung kann ich nur empfehlen. Man sollte sich bloß nicht von Vorurteilen gegenüber der Verwaltung verunsichern lassen, sondern sich selbst ein Bild machen und von den positiven Seiten überzeugen. In meiner Freizeit bin ich sportlich aktiv und mit Freunden in der Natur unterwegs.“

Patrick Kryszton (18) aus Lübeck, Auszubildender zum Industriemechaniker, Fachrichtung Instandhaltung, im 3. Lehrjahr bei den Entsorgungsbetrieben Lübeck.

Patrick Kryszton

Patrick gefällt bei seiner Ausbildung besonders die Vielfältigkeit seiner Aufgaben

„Dass ich einen Handwerksberuf erlernen werde, war mir schon früh klar. Als ich dann ein Praktikum gemacht habe, wusste ich, dass ich Industriemechaniker werden möchte. Mir gefällt besonders gut, dass der Beruf abwechslungsreich ist und kein Tag wie der andere verläuft. Zu Beginn der Ausbildung lernt man die Grundlagen wie Bohren, Sägen, Feilen und Messen. Wenn das sitzt, wird man Schritt für Schritt in die Werkstattarbeit eingebunden. In der Berufsschule lernen wir die Technische Mathematik, technische Zeichnungen zu lesen bis hin zur Programmierung von computergesteuerten CNC- Maschinen und elektropneumatischen Anlagen. Wer Spaß an handwerklichen Tätigkeiten hat und gerne an Maschinen arbeitet, dem kann ich diesen Beruf wirklich empfehlen.“

TEXT Joachim Welding
FOTOS Michael Ruff