Landesförderzentrum Sehen Schleswig

In Schleswig-Holstein besuchen sehbehinderte und blinde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Kindergärten, allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen am Wohnort. Unterstützt, beraten und fachlich begleitet werden sie dort vom Landesförderzentrum Sehen in Schleswig, kurz LSF. Das LSF unterstützt und berät seit 1983 junge Menschen mit Sehschädigung vor der Einschulung, in der Schulzeit und während der Berufsausbildung in der Inklusion. Das LSF ist ein überregionales Förderzentrum, dass für das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein zuständig ist. 2016 hat sich das LSF für das Berufswahlsiegel zertifiziert. 

Das LFS leistet Unterstützung und Beratung

  • im Vorschulalter
  • im Schulalter
  • beim Übergang von der Schule in das Arbeitsleben

Das LSF bietet seinen Schülerinnen und Schülern, neben der Unterstützung und Beratung vor Ort, Kurse im Kurshaus in Schleswig an. Zusammen mit anderen sehgeschädigten jungen Menschen können sie sich über ihre Erfahrungen austauschen. Besondere Hilfsmittel, Fertigkeiten und Techniken kennen, z.B. optische und elektronische Hilfen, den Umgang mit dem PC, Orientierung und Mobilität und Lebenspraktische Fertigkeiten sollen hier kennengelernt und erlernt werden, um mehr Selbständigkeit in Schule, Berufsausbildung und im Alltag zu ermöglichen. In Verbindung mit den Schüler Kursen, werden auch Kurse für Familienangehörige und Familienwochenenden angeboten.

Das LSF pflegt seit 1993 ein Partnerschaft mit der Blinden- und Sehbehindertenschule in Tartu, Estland. Die Schule ist die einzige Sonderschule mit Internat für Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderung oder Blindheit in dem nordbaltischen Land. Seit 1995 findet ein regelmäßiger Schülerautsuach des LSFs und der Schule in Tartu statt. Die blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schüler sind zwischen 14 und 19 Jahre alt und  verbringen 8-10 Tage im jeweiligen Gastland. Dadurch wird ihnen die Möglichkeit geboten, ihre spezifischen Kompetenzen zu erweitern, sich intensiv auszutauschen und die Lebenssituation anderer Sehgeschädigter kennen zulernen.

Zertifiziert mit dem Berufswahlsiegel begleitet das LSF die Schülerinnen und Schüler beim Übergang ins Berufsleben durch eine intensive Berufsorientierung. Individuelle Wünsche, berufliche Vorstellungen, Ziele und Stärken stehen dabei im Fokus. „Traumberufe“ werden dabei thematisiert, akzeptiert und ausprobiert. Zur Berufsorientierung gehören weiterhin Praktika, Erkundungen in Betrieben und weitere Kurse. In Kooperation mit den Schulen vor Ort sollen die Schülerinnen un Schüler herausfinden, ob sich ihre Traumberufe unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des individuellen Nachteilsaugleiches realisierbar sind.

Kontakt
Landesförderzentrum Sehen Schleswig
Lutherstraße 14
24837 Schleswig
Tel.: 04621 807-5
E-Mail: mail@lfs-schleswig.de

www.lfs-schleswig.de

TEXT Sabrina Meyn
FOTO ME2BE, Shutterstock

 

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