Hochschule Flensburg: Auf gutem Kurs … volle Fahrt!

Hochschule Flensburg: Auf gutem Kurs … volle Fahrt!

Neuer Name, neues Gewand. Die Fachhochschule Flensburg heißt ab sofort Hochschule Flensburg (HSFL) und präsentiert sich stolz mit frischem Logo und neuem Internetportal. Ein guter Anlass, um das breite Studienangebot unter die Lupe zu nehmen. Im Fokus von ME2BE-Campus: Das Maritime Zentrum mit den zwei Bachelorstudiengängen „Seeverkehr, Nautik und Logistik“ und „Schiffstechnik“.

„Nach dem Abitur die Welt retten und einen Beitrag zur Energiewende leisten? Lernen ein Unternehmen zu lenken, die Welt der Medien, Apps und Games verändern oder zur See fahren?“ Auf diese Fragen bittet die Hochschule Flensburg auf ihrer Homepage um Antworten. Von wem? Von weiblichen und männlichen Nachwuchskräften mit Fachhochschulreife oder Abitur. Im Angebot: Rund 20 spannende, zukunftsfähige Studiengänge, die auf die Berufswelten Energie, Seefahrt, Medien, Gesundheit und Technik vorbereiten. Perspektiven: Absolventen der Hochschule Flensburg sind heiß begehrt auf dem in- und ausländischen Arbeitsmarkt und befi nden sich auf dem fachlich neuesten Ausbildungsstand.

Traumschiff-Kapitäne, Seeverkehrsmanager und Seelogistikexperten

Ein traditionelles Alleinstellungsmerkmal der Flensburger Hochschule ist das CMYK_foto_soenke_dwenger-_DSB1643-KopieMaritime Zentrum auf dem Campus, direkt gegenüber der Flens-Arena. Hier findet die landesweit einzige Ausbildungsmöglichkeit von Schiffsführern und Schiffsingenieuren stat
t. „Um meine Zukunft mache ich mir keine Sorgen“, meint Nautikstudent Volk Vincent (23). „Ich werde nach dem Studium als nautischer Wachoffi – zier zur See fahren und möchte irgendwann als Elblotse arbeiten. Viele Lotsen gehen zurzeit „von Bord“, in den Ruhestand. Für uns top ausgebildete Nautiker der Hochschule Flensburg bieten sich gute Perspektiven.“

Die beiden Studiengänge „Seeverkehr, Nautik und Logistik“ und „Schiffstechnik“ stehen beinahe sinnbildlich für den Wandel von Tradition zur Moderne. Mit der „Fachhochschule für Schiffsbetriebstechnik“ in den 1970er Jahren fing alles an. Heute gilt das 2011 neugegründete Maritime Zentrum als eines der größten und modernsten Simulationszentren in Nordeuropa. Es verfügt über 33 Übungs- und Seminarräume, sechs Schiffsführungssimulationsanlagen, 3 Instruktorstationen, 12 Stationen zur Radar- ECTIS-Ausbildung sowie einen Maschinenraumsimulator und zahlreiche CBT-Plätze (Computer-Based-Training).

„Für uns top ausgebildete Nautiker der HSFL bieten sich gute Perspektiven.“

„Nach dem Sommer beginnt für uns die Arbeit im Brückensimulator“, freut sich der angehende Schiffsführer Claas Kurmann (26). „Dann heißt es, auf der simulierten Brücke das gelernte Wissen abzurufen!“ Die Aufgabenstellung wird er dann u.a. von Christian Kiffmann erhalten, Technischer Leiter für nautische Simulation. „Aus dem Briefi ng-Debriefi ng-Raum nebenan erklären wir den Studierenden über Funk, worum es in der Aufgabe geht, z.B. um Kollisionsverhütung“, erklärt der 34-jährige Patentinhaber, der ebenfalls sein Nautikstudium in Flensburg absolviert hat. „Wir visualisieren Situationen auf See, z.B. die Ausfahrt aus der Schleuse in Kiel-Holtenau, und programmieren bzw. simulieren realistische Wasserund Wetter-Parameter. Alle Vorgänge, Kommandos und Handlungen der Studierenden auf der Brücke werden von uns aufgezeichnet und überwacht.“ Professor Sander Limant beschreibt den Mehrwert des Flensburger Studienmodells: „Unsere moderne Ausstattung gewährleistet eine hohe Ausbildungsqualität. Mit den zusätzlichen Veranstaltungen in Seeverkehrsmanagement und Logistik verschaffen wir unseren Studierenden einen zusätzlichen Vorteil auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt. Diesen Kurs werden wir fortsetzen. Momentan planen wir einen Masterstudiengang Business and Logistics, der sich u.a. dem Zukunftsthema „Offshore“ widmet.“

Ingenieur aus Leidenschaft: Prof. Dr.-Ing. Michael Thiemke

Ingenieur aus Leidenschaft: Prof. Dr.-Ing. Michael Thiemke

Schiffstechnik – Begehrte Ingenieure an Bord und an Land

Im Maschinenraumsimulator legen Studenten der Schiffstechnik den Steuerhebel auf „Volle Fahrt“. Symbolkräftig und nicht unbegründet. „Unter unseren Absolventen sind mir keine Arbeitslosen bekannt“, sagt Professor Dr.-Ing. Michael Thiemke, Dozent für Verbrennungskraftmaschinen und Energietechnische Anlagen. „Das liegt unter anderem daran, dass wir das Bachelorstudium breit aufgestellt haben. Das Studium teilt sich in zwei Fachrichtungen auf: Schiffsbetriebstechnik und Schiffsmaschinenbau. Die Schiffsbetriebstechniker werden primär für den Dienst eines Technischen Offiziers an Bord eines Schiffes ausgebildet. Sie müssen technische Allrounder sein, denn als Bordingenieure sind sie nicht nur für den Betrieb der großen Schiffsmotoren zuständig. Ihr Verantwortungsbereich erstreckt sich auf alle elektrischen Anlagen, von den Kühlanlagen für Waren, über Feuerlöschanlagen, Klimaanlagen bis zu den Schiffstoiletten … überall, wo Strom fließt, sind Schiffsbetriebstechniker am Werk. Ein Schiff kann nicht rechts auf dem Standstreifen halten und den ADAC rufen! Deshalb profitieren unsere Absolventen von der Ausbildungsbreite. Sie müssen dazu in der Lage sein, an Bord ständig wichtige Entscheidungen zu treffen.“

Bis zu 25 Studenten können beide Fachrichtungen jährlich aufnehmen. Der jüngste Jahrgang zählt je 20 Studenten. Die Abbrecherquote ist gering, was Thiemke auf die gute Berufsplanung und Vorbildung der Absolventen zurückführt. „Die Schiffsbetriebstechniker kommen meist mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Schiffsmechaniker zu uns“, erklärt der engagierte Ingenieur. „Sie wissen genau … ihr Weg führt zunächst in die Maschinenräume von Schiffen, doch auch an Land sind sie begehrte Fachkräfte, vor allem in der maritimen Industrie. Die Schiffsmaschinenbauer benötigen keine Seefahrtzeit und zielen direkt auf Tätigkeiten an Land. Ihr Arbeitsangebot ist vielfältig und reicht von elektrischen Anlagen bis zu Kraftwerken und Raffi nerien.“ CMYK_foto_soenke_dwenger-_DSB1804-Kopie

Ob als Wachoffi zier, Bordingenieur oder Schiffsmaschinenbauingenieur … alle maritimen Absolventen der Hochschule Flensburg steuern in sichere, wenngleich bewegliche Gewässer. Und sie haben eines gemeinsam. Sie werden sich auf ihr fundiertes Wissen stützen können und das gelbe Warnschild über dem Maschinenraumsimulator nicht vergessen: CAUTION! This machine has no brain. Use your own!

TEXT Christian Dorbandt
FOTOS Sönke Dwenger

 

Seeverkehr, Nautik und Logistik

Hochschulgrad: Bachelor of Science
Studienbeginn: jeweils zum Winter- und Sommersemester
Regelstudienzeit: 8 Semester
Zulassungskriterien: ohne Zulassungsbeschränkung
Bewerberschluss: 15. Juli / 15. Januar
Studienfachberatung: Prof. Sander Limat
E-Mail: sander.limat@hs-flensburg.de
Telefon: 0461 805-1811
Internet: www.hs-flensburg.de

Weitere Informationen zur Hochschule Flensburg.

 

Schiffstechnik

Hochschulgrad: Bachelor of Engineering
Studienbeginn: jeweils zum Winter- und Sommersemester
Regelstudienzeit: 7 Semester
Zulassungskriterien: ohne Zulassungsbeschränkung
Bewerberschluss: 15. Juli / 15. Januar
Studienfachberatung: Prof. Dr.-Ing. Michael Thiemke
E-Mail: michael.thiemke@hs-flensburg.de
Telefon: 0461 805-1808
Internet: www.hs-flensburg.de

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