DuPont Danisco Deutschland GmbH

Kleine Helfer ganz groß

Auszubildende von DuPont Danisco züchten gute Bakterien 

Wenn von Bakterien gesprochen wird, denken die meisten an Krankheiten oder verdorbene Nahrung. Bakterien können krank machen, das stimmt. Es gibt aber auch Bakterien, die sehr nützlich sind. Sie schützen uns sogar vor Krankheiten oder unterstützen den Darm bei der Verdauung von Nahrungsmitteln. Zum Einsatz kommen diese „guten“ Bakterien zum Beispiel bei der Herstellung von Lebensmitteln und sie sorgen dort dafür, dass aus Milch leckerer Joghurt, Käse oder Kefir wird. Auch bei der Erzeugung von Brot oder Fleisch und anderen Lebensmitteln sind die lebendigen Mikroorganismen unverzichtbar. 

Gezüchtet werden die kleinen Kraftpakete bei DuPont Danisco in der idyllischen Küstenstadt Niebüll. Der internationale Konzern hat sich in seinem Werk an der Nordseeküste auf die Herstellung von Starter- und Schutzkulturen, Hefen, Schimmelpilzkulturen und Nährmedien zur Kulturen-Züchtung spezialisiert. Was die wenigsten wissen: Jedes zweite Eis, jeder zweite Käse und jedes vierte Brot enthält Zutaten von Danisco.

Drei Menschen in weißer Arbeitskleidung in einer FabrikAus eins mach zwei, aus zwei mach vier … 

Da ein einzelnes Milchsäurebakterium noch lange keinen Joghurt macht, müssen die Kulturen um ein Vielfaches vermehrt werden. Das passiert in der modernen Produktionsanlage von DuPont Danisco, dem Arbeitsplatz von Hauke Lund. In seinem zweiten Lehrjahr zum Milchtechnologen sorgt er bei der Vermehrung der Bakterienkulturen für einen störungsfreien Produktionsablauf.

Rund 45.000 Liter passen in den größten der Edelstahltanks, in denen sie heranreifen. In den Behältern herrschen optimale Wachstumstemperaturen. Diese können, abhängig von der Kulturenart, sehr unterschiedlich sein. Auch die Dauer der Vermehrung ist verschieden. Zwei bis 48 Stunden können vergehen, bis das Wachstum endgültig abgeschlossen ist. Überwacht werden die großen Tanks, auch Fermenter genannt, vom Kontrollraum in der Mitte der Anlage. An Bildschirmen lassen sich Temperatur, Druck oder pH-Wert ablesen. Weicht ein Wert vom Optimum ab, greifen die Milchtechnologen ein.

In der gesamten Produktionsanlage herrschen strikte Hygienevorschriften. Alle Mitarbeiter tragen von Kopf bis Fuß Hygienekleidung. „Bevor ich die Anlage betrete, muss ich durch die Hygieneschleuse. Jeden Tag bekomme ich einen frischen Overall, trage eine Haube und Schutzbrille und wasche und desinfiziere meine Hände“, so Hauke. Selbst die Luft wird gefiltert, um jegliches Risiko einer Kontamination mit Fremdbakterien auszuschließen. „DuPont Danisco legt großen Wert auf Reinheit und hohe Produkt- und Qualitätssicherheit. Unser Betrieb ist sogar dafür zertifiziert, koschere Lebensmittelzusätze herzustellen“, betont der Auszubildende. „Von den gehobenen Produktionsstandards, die für diese spezielle Herstellung notwendig sind, überzeugen sich die Rabbiner bei uns persönlich.“

Seit fast nun zehn Jahren begleitet Olaf Boguhn die Milchtechnologen durch ihre Ausbildung. „Früher hieß der Beruf Molkereifachmann/-frau. Die Namensänderung hat dem technischen Fortschritt Rechnung getragen, der das Berufsbild moderner gemacht hat“, berichtet der Ein Mitarbeiter in einem Meiereibetrieb in weißer ArbeitskleidungAusbildungsleiter. Nach der Ausbildung sind Milchtechnologen/-innen begehrte Fachkräfte, durch Weiterbildungen zum Techniker oder Meister qualifizieren sie sich für rentable Führungspositionen in der boomenden Lebensmittelindustrie – denn gegessen wird immer.

Wissen, was drin ist 

Kein Produkt verlässt das Werk, bevor es nicht von der Qualitätskontrolle überprüft wurde. Im Labor nimmt Gesche Petersen, angehende Milchwirtschaftliche Laborantin, die Bakterien daher im wahrsten Sinne des Wortes genauestens unter die Lupe. Unter dem Mikroskop kann sie Fremdorganismen erkennen, die das Endprodukt negativ beeinflussen könnten. Sorgfältig wird auch die Anzahl und Aktivität der Mikroorganismen betrachtet. Schließlich garantiert das Unternehmen seinen Kunden, dass die hier hergestellten Lebensmittelzusätze wie angegeben funktionieren. Das Rezept für guten Joghurt wird auf der Verpackung gleich mitgeliefert: 500 Liter Milch plus 500 Gramm Kultur, gut durchgemischt und bei entsprechender Temperatur und nach bestimmter Zeit, gleich 500 Liter feinster Joghurt. Vereinfacht gesagt.

Eine Mitarbeiterin eines Meiereibetriebs führ einen Versuch durch. „Teamfähig und gewissenhaft müssen sie sein, genau arbeiten, Freude an praktischer Arbeit haben und Interesse an Naturwissenschaften natürlich auch“, beschreibt Margit Gerstandt die Eigenschaften, die Auszubildende für den Beruf mitbringen sollten. Bevor sie die Ausbildungsverantwortliche für die Laboranten wurde, hat sie mehrere Jahre in der Mikrobiologie gearbeitet und ihren Meister gemacht. „Wir sind sehr mikrobiologisch ausgerichtet, aber der klassische Beruf beinhaltet auch chemische und physikalische Elemente. Diese vermitteln wir unseren Laboranten natürlich auch“, erzählt die Ausbilderin. So ist die Ausbildung absolut gleichwertig zu einer in einem milchverarbeitenden Betrieb.

Neben der Qualitätskontrolle, an der auch die Nährbodenküche angeschlossen ist, kommen die Milchwirtschaftlichen Laboranten und Laborantinnen im Bereich der Forschung und Entwicklung zum Einsatz. Hier werden nicht nur bestehende Kulturen(-Mischungen) untersucht und stetig optimiert, sondern auch ganz neue Produkte entwickelt. In kleinem Maßstab wird der Vermehrungsprozess dem in der Produktionsanlage nachempfunden, nur dass die Fermentationsgefäße nicht 45.000, sondern zwei Liter fassen. Hier lagert auch die Stammsammlung des Unternehmens. Sie umfasst unglaubliche 12.000 Bakterienstämme, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften beim Endprodukt bewirken. Manche sorgen für cremigen Joghurt, andere für die Löcher im Käse. Gemeinsam warten die Mikroorganismen bei -196 Grad Celsius, bis sie zur Vervielfältigung gebraucht werden. „Die Bakterienstämme aus ihrem Kälteschlaf zu holen, zählt zu meinen Lieblingstätigkeiten“, sagt Lara Stauch. Um den Körper der 18-jährigen Auszubildenden vor starken Erfrierungen zu schützen, legt sie jedes Mal, bevor sie die Container mit dem wertvollen Inhalt öffnet, thermoisolierte Schutzkleidung an. Zwei Paar Handschuhe schützen ihre Hände vor der extremen Kälte.Eine junge Frau in weißer Schutzkleidung lächelt in die Kamera.

Von Niebüll in die ganze Welt

DuPont Danisco liefert seine Produkte in über 90 Länder. Damit die gefrorenen Bakterienkulturen auch beim entferntesten Kunden gefroren ankommen, werden sie in speziellen Styroporkisten verschickt, die zusätzlich mit Trockeneis aufgefüllt werden. Bevor die Bakterien für den Versand fertig gemacht werden, lagern sie in großen Tiefkühlzellen, die eine konstante Temperatur von -20 und -55 Grad Celsius halten. Alle Mitarbeiter, so auch der Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik Helge Ronner, tragen bei der Arbeit in den Zellen spezielle Kälteschutzanzüge, Schuhe und Handschuhe, die sie vor den niedrigen Temperaturen schützen. „Die Arbeit in den Kühlzellen ist eine Besonderheit bei uns“, erzählt Thomas Ulke. Der Manager des Warehouses ist auch der Ausbildungsverantwortliche für den Bereich Logistik. „Die Auszubildenden lernen in den drei Jahren die verschiedensten Bereiche des Lagers kennen“, so Ulke. Die Vielfalt an Aufgaben hat auch Helge angesprochen: „Am liebsten arbeite ich in den Tiefkühlzellen, aber die Tätigkeiten beim Aufeisen, also dem Verpacken der Kulturen mit Trockeneis, oder im Rohstoff-Lager, wo die Zutaten für die Kulturenherstellung liegen, finde ich ebenso spannend.“

Zwei junge Erwachsene gehen vor einem Fabrikgebäude. Allrounder mit Sprachgeschick

Torben Jacobsen ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei DuPont Danisco. Alle vier bis sechs Monate wechseln die Auszubildenden hier in eine neue Abteilung. Zurzeit lernt Torben die Aufgabenbereiche im Einkauf kennen. Vornehmlich werden hier die Rohstoffe, die für die Herstellung der Bakterienkulturen benötigt werden, Dienstleistungen, Verbrauchsgüter und Schutzkleidung eingekauft. „Da im DuPont-Konzern die Unternehmenssprache Englisch ist, brauche ich gute Engischkenntnisse, um z.B. per E-Mail oder am Telefon mit internationalen Kunden, Lieferanten und Kollegen zu kommunizieren“, erzählt Torben.

Kristina Exner betreut die angehenden Organisationstalente während der Ausbildung: „Die Auszubildenden müssen sich in jeder neuen Abteilung, die sie kennenlernen, wieder neu einfinden. Dafür brauchen sie ein gesundes Maß an Selbstständigkeit und Kommunikationsgeschick.“ An einem Bewerbertag, der für jeden Ausbildungsberuf veranstaltet wird, können interessierte Jugendliche ihre Talente und Kompetenzen unter Beweis stellen. „Wir möchten unsere Bewerber besser kennenlernen“, erzählt Exner, „weil uns ihre Persönlichkeit interessiert, und wir sehen möchten, wie sie auf verschiedene Situationen reagieren.“

Neu im Ausbildungsprogramm sind die Berufe Kaufmann/-frau Büromanagement und Elektroniker/-in für Betriebstechnik.

TEXT Katharina Grzeca
FOTOS Sebastian Weimar

Erfahre mehr über die Ausbildung bei DuPont Danisco unter www.du-fuer-danisco.de oder sende deine Bewerbung am besten per Mail an:

jobs.germany@dupont.com
Danisco Deutschland GmbH
Personalabteilung
25889 Niebüll

Ausbildung bei Danisco Deutschland GmbH

Morgens, mittags, abends – jeden Tag nehmen Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt Lebensmittel zu sich, die Produkte von DuPont Danisco enthalten. Der Konzern ist ein weltweit führender Hersteller von Zutaten für Lebensmittel und andere Konsumprodukte. Am Standort in Niebüll dreht sich alles um Joghurt und Co. – von Starterkulturen über Hefen bis zu Schimmelpilzkulturen.

Wir bieten folgende Ausbildungen an:
Milchtechnologe/-in
Milchwirtschaftliche/-er Laborant/-in
Groß- und Außenhandelskauffrau/-mann

Kontakt:
DuPont Danisco Deutschland GmbH
Human Resources
Busch-Johannsen-Straße 1
25899 Niebüll

T 04661 / 60 2-0
E jobs.germany@danisco.com
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