BOM 10

BOM 10

10 Jahre BOM … was für eine Story! Jetzt ist sie erwachsen geworden, doch genauso, wie ein Azubi im ersten Ausbildungsjahr, fing auch die BOM mal ganz klein an. 2006 staunten die Eltern nicht schlecht, als Klassenlehrerin Margrit Gebel ihnen auf einem Elternabend vorschlug, den Kindern mal ihre eigenen Berufe vorzustellen. Das Konzept war simpel und genial. Gab es doch in jeder Klasse 20 bis 30 Schüler mit berufstätigen Eltern in ganz unterschiedlichen Tätigkeiten: Tischler, Chemielaborant, Krankenschwester, Verwaltungsfachangestellte, Einzelhandelskauffrau … hautnahe Berufsorientierung mit einfachen Mitteln in Form einer Berufsmesse – das war der Plan. Die Beteiligung war riesengroß, und so startete die erste BOM mit 32 Ständen, an denen Eltern und Nachbarn sich den Schülerfragen stellten.

Leuchtturm am Schreventeich

Heute gilt die BOM als „Leuchtturm“ der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule. Mit der alljährlichen regionalen Ausbildungsmesse im Herbst erhält das umfangreiche Berufsorientierungskonzept der Schule seinen Höhepunkt. Und der wird von allen Seiten hoch geschätzt. Bewerbertrainings, Praktika, Potenzialanalysen, Berufsmessen … die Schülerschaft erhält das volle Orientierungspaket und ist gut vorbereitet auf das, was anschließend auf sie zukommen wird. Die ausstellenden Betriebe, Firmen und öffentlichen Arbeitgeber schwärmen in den höchsten Tönen von der BOM: „Top organisiert und motivierte Schüler!“ Die Politik ist begeistert, sodass die Ministerin für Schule und Erziehung, Britta Ernst, der Schule einen Besuch abstattete. Und die Eltern? Für sie ist die intensive Berufsorientierung das Topargument, ihre Kinder an der FJS anzumelden. Schülerzahlen und ein stetig größer werdendes Einzugsgebiet belegen dies eindrucksvoll.

FJS & Stadtwerke Kiel –   Freunde für’s Leben

Was wird auf der BOM 10 gespielt? Wie immer, jede Menge Zukunftsmusik! An mehr als 80 Ausstellerständen geben Azubis, Ausbilder und Personalleiter ausführliche Auskunft über ihre regionalen Ausbildungsangebote. Schülerinnen und Schüler können auf der BOM Praktikumsplätze verabreden und allgemein mit den Betrieben auf Tuchfühlung gehen. Das Highlight der diesjährigen BOM wird die offizielle Patenschaft mit den Stadtwerken Kiel sein. Das Engagement der Stadtwerke begann schon lange vor den BOM-Events und ist so vorbildlich, dass es mit der Jubiläumspatenschaft nun auch offiziell eine Würdigung erfahren wird, wie Schulelternbeiratsvorsitzende Ricci Giese betont: „Wir möchten Frau Fiedler und Herr Homfeldt unseren ganz besonderen Dank aussprechen! Es ist toll, wie uns die Stadtwerke Kiel in all den letzten Jahren unterstützt haben!“

Mit Spannung wird auch der Besuch zugewanderter Jugendlicher aus der DaZ-Klasse am  Standort Wik sein. „Sie können auf der BOM erste Kontakte mit der Ausbildungswelt aufnehmen“, sagt BOM-Organisatorin Margrit Gebel. „Für sie wird der Eintritt ins Arbeitsleben sowieso schwierig. Deshalb ist es hilfreich, sich frühzeitig, neben dem Erlernen der deutschen Sprache, mit den Ausbildungsangeboten vertraut zu machen.“

Mit 10 Jahren hat die BOM ihre Reife erreicht. Konzept und Kapazitäten der Schule werden optimal genutzt, um dem Nachwuchs der Standorte Schreventeich und Wik eine effektive  Berufsorientierung zu ermöglichen. Die BOM ist der Leuchtturm der Schule … das Bild passt gut. Sie wirft ein erhellendes Licht auf die Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten, damit sich der Nachwuchs in dem riesigen Angebot zurechtfindet und für sich die besten Entscheidungen treffen kann!

TEXT Christian Dorbandt
ILLUSTRATION Shutterstock