Klavier- und Cembalobauer/in

Du bist musikalisch und liebst den Klang von Instrumenten? Dein Gehör und Fingerspitzengefühl sind sensible Werkzeuge? Deine Arbeitsweise ist geprägt von Ausdauer und Gründlichkeit? Dann könntest du in dem Traditionshandwerk der Klavier- und Cembalobauer ein berufliches Zuhause finden.

Worum geht’s?
Im Klavier- und Cembalobau geht es grundsätzlich um die Wartung, Stimmung und Pflege von älteren Instrumenten. Während deiner Ausbildung spezialisierst du dich entweder auf den Klavier- oder Cembalobau.

Die besten Voraussetzungen? 
Geschickte Hände sind gefragt sowie Präzision und Gründlichkeit. Gutes musikalisches Gehör ist wichtig, um die  Instrumente exakt stimmen zu können. Da du auch in der Lage sein musst, Skizzen und Zeichnungen anzufertigen, solltest du ein gewisses Zeichentalent mitbringen.

Woraus besteht die Ausbildung?
Anfertigen und Lesen von Skizzen/Zeichnungen | Vorstimmen des Instruments | Be- und Verarbeiten von Holz | Bearbeiten von Metall | Warten und Bedienen von Maschinen | Behandeln von Oberflächen | Aufbau und Funktionsweise von Klavieren und Cembalos

Welche Perspektiven gibt es? 
Nach der Ausbildung kannst du, ähnlich wie Tischler oder Zimmerer, eine Weiterbildung zum Holztechniker machen.Auch eine zweijährige Ausbildung zum Klavierbauermeister ist eine gute Option, um sich selbstständig machen zu können sowie ein Studium im Fach Musikinstrumentenbau.

 

Empfohlener Schulabschluss
Abitur oder Fachabitur

Arbeitszeit
Werktags, am Wochenende

Ausbildungsdauer
3,5 Jahre

Ausbildungsgehalt*
Handwerk
1. Jahr: 400 Euro
2. Jahr: 480 Euro
3. Jahr: 520 Euro
4. Jahr: 600 Euro

Industrie und Handel
1. Jahr: 420 - 830 Euro
2. Jahr: 450 - 866 Euro
3. Jahr: 481 - 907 Euro
4. Jahr: 510 - 957 Euro

IconDo it yourself! 
Ein handwerklicher Beruf für Musikliebhaber!

* Einschätzungen der Bundesagentur für Arbeit. (2016/2017) Angaben können je nach Ort und Betrieb abweichen.

TEXT Christian Dorbandt
FOTO Shutterstock